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Staatsminister Roth zu Besuch in Portugal Portugal

10.03.2015 - Artikel

Europa-Staatsminister Michael Roth war am 9. März zu politischen Gesprächen in Portugal zu Gast. In Lissabon sprach er mit seinem Amtskollegen, mit Mitgliedern des Parlaments, diskutierte mit Schülerinnen und Schülern und hielt eine Rede zur Zukunft Europas.

Im Gespräch mit dem portugiesischen Europa-Staatssekretär Bruno Macaes
Im Gespräch mit dem portugiesischen Europa-Staatssekretär Bruno Macaes© Carlos Pedrosa

Europa-Staatsminister Michael Roth war am 9. März zu politischen Gesprächen in Portugal zu Gast. In Lissabon sprach er mit seinem Amtskollegen, mit Mitgliedern des Parlaments, diskutierte mit Schülerinnen und Schülern der deutschen Schule und hielt eine Rede zur Zukunft Europas.

Es war der erste Besuch von Michael Roth in seiner Funktion als Staatsminister für Europa in Lissabon. Das Gespräch mit Europa-Staatssekretär Bruno Macaes war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Beide Politiker kennen sich von zahlreichen Treffen in Brüssel. Nach dem Meinungsaustausch, der sich um die aktuelle Situation in Griechenland, der Türkei und der Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion drehte, erklärte Staatsminister Roth:

Mit Portugal haben wir einen verlässlichen und einem dem gemeinsamen Europa verpflichteten Partner an der Seite, der eine harte Zeit inmitten der Krise hinter sich hat. Mit Entschlossenheit und Mut ist es den Portugiesinnen und Portugiesen gelungen, die Finanzkrise zu überwinden. Nun muss der Aufschwung bei den Menschen ankommen.

Europapolitik: mehr als reaktives Krisenmanagement

In einer Rede anlässlich einer Veranstaltung der Friedrich Ebert Stiftung in Lissabon skizzierte der Staatsminister seine Vision eines Europas, das auch zukünftig Garant von Sicherheit, Stabilität und Wohlstand ist:

Wir wollen heute über unsere gemeinsame Zukunft in Europa sprechen. „Endlich einmal!“ – möchte ich fast sagen. Wenn wir aktuell über die Krise in der Ukraine, die Lage in Griechenland und das Leid der Flüchtlinge in Europa diskutieren, dann sind das ohne Frage wichtige und drängende Themen.

Wir dürfen aber bei aller nachvollziehbaren Konzentration auf die derzeitigen Bewährungsproben niemals unsere Zukunft aus den Augen verlieren. Europapolitik sollte immer den Anspruch verfolgen, mehr zu sein als nur reaktives Krisenmanagement und pure Schadensbegrenzung. Gerade jetzt in Krisenzeiten müssen wir auch die langen Linien zeichnen und die langfristige strategische Ausrichtung der Europapolitik klären.

Die vollständige Rede des Staatsministers in Lissabon können Sie hier nachlesen.


Gemeinsame europäische Öffentlichkeit ist längst Realität

Mit Schülerinnen und Schülern der Deutschen Schule Lissabon
Mit Schülerinnen und Schülern der Deutschen Schule Lissabon© Carlos Pedrosa

Anlässlich eines Besuches in der deutschen Schule in Lissabon diskutierten die mehrheitlich portugiesischen Schülerinnen und Schüler mit Staatsminister Roth engagiert Fragen zur Zukunft der Europäischen Union, zur Krise in Griechenland, zur dramatischen Situation in der Ukraine und zum geplanten transatlantischen Handelsabkommen TTIP. Die Tatsache, dass sich die Schülerschaft in Portugal für die gleichen Fragen wie ihre griechischen, deutschen oder italienischen Altersgenossen interessieren, ist für den Staatsminister ein weiteres Zeichen europäischer Integration. Er erklärte:

„Die immer wieder von Politikern und Wissenschaftler geforderte gemeinsame europäische Öffentlichkeit gibt es bei den Schülerinnen und Schülern längst.“

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