Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

2. Deutsch-Portugiesisches Forum in Berlin Portugal

11.03.2014 - Artikel

Außenminister Steinmeier und sein portugiesischer Amtskollege Rui Machete haben am 10.03. im Auswärtigen Amt das Zweite Deutsch-Portugiesische Forum mit rund 200 Teilnehmern eröffnet.

Das Deutsch-Portugiesische Forum bietet vom 10.-11. März eine breite Plattform zur Vertiefung des Dialogs zwischen beiden Ländern. Themen sind unter anderem die Zukunft der Europäischen Union und die Rolle der Verfassungsgerichte in Deutschland und Portugal.

Die Außenminister Steinmeier (l.) und Machete (r.) 2014
Die Außenminister Steinmeier (l.) und Machete (r.) 2014© AA

"Zwei Partner für Europa" - so lautet das Motto des Zweiten Deutsch-Portugiesischen Forums, das derzeit im Auswärtigen Amt stattfindet. Die Eröffnungsreden hielten Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein portugiesischer Amtskollege Rui Machete. Zu Beginn verwies Steinmeier scherzhaft auf die bevorstehende Fußball-WM, die das gute deutsch-portugiesische Verhältnis womöglich trüben könnte: Die beiden Länder stehen sich bereits in den Gruppenspielen gegenüber.

Portugals Wirtschaft im Aufwind

Machete begann seine Rede auf Deutsch und lobte dann in seiner Muttersprache die deutsch-portugiesischen Beziehungen als sehr "intensiv", "freundschaftlich" und "eng" . Er dankte mit Blick auf die wirtschaftliche Krise für die "Solidarität und Hilfe, die stets von Deutschland kam."

Außenminister Steinmeier eröffnet das Deutsch-Portugiesische Forum 2014
Außenminister Steinmeier eröffnet das Deutsch-Portugiesische Forum 2014© AA

Außenminister Steinmeier sprach seinerseits große Anerkennung für die Anstrengungen Portugals und der portugiesischen Bevölkerung aus: "Das aktuelle Hilfsprogramm in Portugal läuft aus. Ich glaube, dass wir mehr als nur die Chance haben, die wirtschaftliche Krise zu überwinden." Das Hilfsprogramm von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) für Portugal wird am 17. Mai 2014 beendet. Die Zeichen für eine erfolgreiche Rückkehr des Landes an die Finanzmärkte stehen Experten zufolge gut.


Breites Themenspektrum

Rund zweihundert Teilnehmer aus Deutschland und Portugal sind nach Berlin gekommen, um ein breites Themenspektrum zu diskutieren. Mit Blick auf die Rolle der Verfassungsgerichte in Deutschland und Portugal haben sich u.a. die Verfassungsrichter Peter M. Huber (Deutschland) und Joaquim Coelho de Sousa Ribeiro (Portugal) an der Diskussion über den Einfluss auf die europäische Integration beteiligt.

Rund 200 Teilnehmer im Europasaal
Rund 200 Teilnehmer im Europasaal© AA

In weiteren Podiumsdiskussionen wurden außerdem die Möglichkeiten der Zusammenarbeit beider Länder mit Blick auf Reformpolitik und Wettbewerbsfähigkeit diskutiert. Ebenso ging es um die deutschen und portugiesischen Sichtweisen auf die transatlantische Partnerschaft und mögliche Reformen der EU-Institutionen.

Die Schlussansprachen werden am 11. März die Staatssekretäre Jörg Asmussen (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin) und Bruno Maçães - in Lissabon zuständig für europäische Angelegenheiten - halten.

Deutsch-Portugiesischer Austausch

Das erste Deutsch-Portugiesische Forum hat im Januar 2013 in Lissabon stattgefunden. Die Veranstaltung wird vom Institut für Internatioanale Beziehungen (IPRI-UNL) in Portugal, von der Calouste Gulbenkian-Stiftung in Lissabon, sowie vom Institut für Europäische Politik (IEP) in Berlin organisiert. IEP-Direktor Mathias Jopp äußerte die Hoffnung, die jährlichen Treffen zu verstetigen.

Rede von Außenminister Steinmeier zur Eröffnung des deutsch-portugiesischen Forums

Verwandte Inhalte