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Maas: „Deutschlands und Polens Zukunft liegt in Europa.“ Polen

Rede von Außenminister Maas zur Eröffnung der Konferenz Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik in Berlin

Rede von Außenminister Maas zur Eröffnung der Konferenz „Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik“ in Berlin, © Felix Zahn/photothek.net

15.11.2018 - Artikel

Außenminister Maas eröffnet Konferenz zu polnisch-deutschen Beziehungen

Die Konferenz, die am 15. und 16. November im Auswärtigen Amt stattfindet, ist historisch: „Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik (1918-2018): Tradition – Zivilisationsbruch – Verständigung – Partnerschaft“. Sie nimmt das hundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeit Polens zum Anlass, der polnisch-deutschen Geschichte zu gedenken und sie zu würdigen. Das Deutsche Polen-Institut und das Auswärtige Amt sind die Organisatoren.

In seiner Eröffnungsrede unterstrich Maas, wie besonders die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern heute ist: „Wir klammern schwierige Fragen nicht aus. Die dafür notwendige Offenheit, die Normalität im Umgang miteinander – sie sind ein Glückszustand in den polnisch-deutschen Beziehungen.“

Erinnern für die Zukunft

Maas erinnerte unter anderem an die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Er hob das Ziel hervor, eine gemeinsame Erinnerungskultur zu schaffen.

Mit Hilfe des Förderprogramms „Europa 1918-2018: Erinnerungen bewahren, Zukunft gestalten“ hat Deutschland bereits 20 deutsch-polnische Erinnerungsprojekte unterstützt. Mit Blick auf das Gedenkjahr 2019 soll nun ein weiteres Programm hinzukommen, bei dem deutsche und polnische Schüler gemeinsam die Schicksale von Opfern deutscher Kriegsverbrechen in Polen und von Opfern des Holocaust nachzeichnen.

Gemeinsam für Europa – auch mit Blick nach Osten

Rede von Außenminister Maas zur Eröffnung der Konferenz Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik in Berlin
Rede von Außenminister Maas zur Eröffnung der Konferenz „Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik“ in Berlin© Felix Zahn/photothek.net

Maas hob auch die polnisch-deutsche Rolle in Europa hervor: „Uns verbindet viel mehr als uns trennt. Uns eint dasselbe Ziel: Wir wollen die EU der 27 zusammenhalten. Denn unsere beiden Länder haben aus ganz unterschiedlichen Gründen erlebt, was Teilung und Spaltung bedeuten und mit welcher Grausamkeit der Eiserne Vorhang unseren Kontinent zerschnitten hat. Wer also, wenn nicht wir - Deutsche und Polen - könnte die Europäische Union zusammenhalten und neue Spaltungen überwinden?“

Schließlich betonte er, dass Europa eine echte europäische Außen- und Sicherheitspolitik mit einer „europäischen Ostpolitik“ als zentralem Element brauche. Diese Ostpolitik könne nur gemeinsam mit Polen und den anderen Partnern in Mittel- und Osteuropa gestaltet werden. Sie müsse auf Stabilität und Sicherheit in Europa, eine engere wirtschaftliche Verflechtung zwischen Ost und West, sowie die Stärkung von Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechten durch einen engeren Austausch der Zivilgesellschaften abzielen und neben Russland auch die Ukraine, Belarus, Moldau, den Südkaukasus und Zentralasien in den Blick nehmen. Diese Staaten würden heute viel stärker als früher ihre eigenen Interessen verfolgen - es sei Zeit für neue Impulse.

Zum Weiterlesen:

Rede von Außenminister Heiko Maas anlässlich der Internationalen Konferenz „Ein Jahrhundert deutsche Polenpolitik: Tradition – Zivilisationsbruch – Verständigung – Partnerschaft“

Deutschland und Polen: bilaterale Beziehungen

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