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Kultur, Medien, Bildung Peru

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Stand: März 2018

Kultur

Peru verfügt über eine vielfältige Kulturszene. Es gibt zahlreiche Museen, vor allem mit archäologischem Schwerpunkt, regelmäßig Konzerte aller Stilrichtungen, kommerzielle Kinos und alternative Kinovorführungen, Theateraufführungen und mehr.
Schwerpunkte der staatlichen Förderung lagen bislang im Erhalt des außergewöhnlich umfangreichen nationalen Kulturerbes und im Schutz der kulturellen Identität der vielen ethnischen Gruppen. Das im September 2010 gegründete Kulturministerium kümmert sich schwerpunktmäßig um diese Themen.

Medien

Die Medienlandschaft zeichnet sich durch hohe Konzentration in wenigen Händen aus und wird bei den Printmedien durch die Dominanz der Gruppe 'El Comercio' geprägt. Ihr gehören Fernsehkanäle und mehrere Zeitungen (darunter die auflagenstärkste Tageszeitung „El Comercio“). Sie hat einen Marktanteil von ca. 80% der Gesamt-Zeitungsauflage und ca. 78% der Leserinnen und Leser. Stärkste Konkurrenz der Gruppe 'El Comercio' ist die Gruppe 'La República' mit 16% Marktanteil. Gesetzesinitiativen, die derartige Medienkonzentrationen unterbinden, gibt es derzeit nicht.
Es gibt neun landesweite Fernsehstationen, von denen allein vier Sender insgesamt 57% des Fernsehpublikums auf sich vereinen, eine Vielzahl von Zeitungen (mit Auflagen von bis zu 150.000 Exemplaren täglich) und Zeitschriften sowie drei landesweite und zahlreiche lokale Radiostationen, die oft jedoch nur Musik und Werbung senden. Die Medien sind frei und haben eine starke Stellung. Vereinzelt werden jedoch in den Regionen Einschüchterungen kritischer Journalisten gemeldet, die über Korruptionsfälle oder andere Aktivitäten, die im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität stehen, berichten.

Bildung

Das Bildungssystem gliedert sich in Grund- und Sekundarschulwesen (insgesamt elf Schuljahre) sowie den Universitätsbereich. Daneben existieren zahlreiche sogenannte Akademien - Berufsbildungsinstitute unterschiedlicher Organisationsformen.

Im Schulsektor gibt es große qualitative Unterschiede zwischen den staatlichen und den privaten Bildungseinrichtungen. Letztere bieten der reichen, städtischen Schicht sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten, während die weniger Wohlhabenden kaum Möglichkeiten haben, eine gleichwertige Bildung zu erlangen.

Die Universitätsausbildung beginnt mit einem ein- oder mehrjährigen, teilweise bereits fachspezifischen Vorbereitungskurs, um die Studierenden auf Universitätsniveau zu bringen.

In Peru gibt es circa 140 Hochschulen, davon sind mehr als die Hälfte staatlich. Zu den größten zählen die staatlichen Universitäten San Marcos in Lima (gegründet 1551, älteste Universität in Amerika), San Agustín in Arequipa (1828), San Antonio Abad in Cusco (1962) und La Libertad in Trujillo (1824). Die peruanische Hochschullandschaft ist aufgrund der Vielzahl der privaten Bildungsinstitutionen unübersichtlich und weist deutliche Qualitätsunterschiede auf, wobei die Bruchlinie nicht immer zwischen staatlichen und privaten Hochschulen verläuft. Im Juni 2014 verabschiedete die Regierung ein umstrittenes neues Universitätsgesetz, mit dem die Qualität der Hochschulen, insbesondere bei Lehre und Abschlüssen, verbessert werden soll. Es gibt aber weiterhin keine verpflichtenden Akkreditierungsrichtlinien; derzeit ist nur ein Bruchteil der angebotenen Studiengänge akkreditiert.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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