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Wirtschaft Peru

Artikel

Stand: Oktober 2018

Volkswirtschaftliche Lage

Das Wirtschaftswachstum in Peru ist mit unter den Höchsten Lateinamerikas. Nachdem Peru zwischen den Jahren 2015 (3,26%) und 2016 (3,9%) eine Steigerung des Wirtschaftswachstums verbuchen konnte, musste es im Jahr 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5% leichte Einbußen hinnehmen. Gründe für die schwächere Wirtschaft im Jahr 2017 waren Schäden, die durch das Wetterphänomen „El Niño Costero“ im ersten Quartal des Jahres verursacht wurden, sowie die im Gefolge des Korruptionsskandals um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht ins Stocken geratenen großen Infrastrukturprojekte des Landes. Die aktuellen Prognosen für 2018 und 2019 gehen von einem Wachstum von 4,0 % und 4,2 % aus. Ausschlaggebend sind die wieder steigenden Rohstoffpreise, anziehende öffentliche Investitionen, große Projekte im Bergbau wie auch im Verkehrssektor sowie zusätzlich die Panamerikanischen Spiele 2019 in Lima.

Die Regierung geht in ihrer Vorausschau davon aus, die Inflation im Korridor 1,0 bis 3,0 % und die Gesamtverschuldung bei 26 % des BIP halten zu können. Damit geht die Erwartung einher, das Rating (S&P und Fitch = BBB+, Moody's = A3) zu halten.

Der Wechselkurs des peruanischen Sol zum US-Dollar lag Anfang September 2018 bei  3,28 und zum Euro bei 3,77.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Wichtigste Wirtschaftszweige sind der Bergbau und die Landwirtschaft, sowie die Bauwirtschaft. Weiterhin sind das verarbeitende Gewerbe, der Tourismus und der Fischereisektor von Bedeutung.

Außenwirtschaft

2017 legten die Exporte mit einem Zuwachs von 11,3% auf 44,02 Mrd. US-Dollar kräftig zu. Auch die Importe, die 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6,1% sanken, stiegen im Jahr 2017 wieder um 9% auf 37,78 Mrd. US-Dollar an. Daraus folgt ein deutlicher Handelsüberschuss von 6,24 Mrd. US-Dollar. Sowohl beim Import als beim Export stehen China und die USA jeweils mit Abstand als Handelspartner Perus an erster und zweiter Stelle.
Hauptausfuhrprodukte Perus sind Metalle (an erster Stelle Kupfer), Fischereiprodukte, Kaffee, Früchte, Avocados, Spargel und andere Agrarerzeugnisse. Haupteinfuhrgüter sind Vorprodukte für die heimische Industrie, Kapitalgüter, Brennstoffe und Fahrzeuge.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Peru ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Andengemeinschaft (CAN) und der Asia Pacific Economic Cooperation (APEC). Peru ist seit 2011 Gründungsmitglied der „Alianza del Pacífico“ (Pazifikallianz) zusammen mit Chile, Mexiko und Kolumbien, und führt seit Mitte 2018 für ein Jahr den Vorsitz „pro tempore“. Der vor allem wirtschaftspolitische Zusammenschluss sieht niedrige Zölle und eine enge Abstimmung von Standards und anderen staatlichen Regelnder freihandelsorientierten Partner vor. 

Peru hat insgesamt 21 Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die wichtigsten sind die Freihandelsabkommen mit den USA, China, Chile und der EU, letzteres gemeinsam mit  Kolumbien und Ecuador. Weitere Abkommen sind in Vorbereitung. Peru war eine der treibenden Kräfte zur Ausarbeitung des Pazifik-Handelsabkommens CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership), das als „Nachfolger“ der am Widerstand des US-Präsidenten Trump gescheiterten TPP (Transpacific Partnership) gilt und am 8. März 2018 unterzeichnet wurde.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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