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Peru: Wirtschaft Peru

23.05.2019 - Artikel

Volkswirtschaftliche Lage

Peru verzeichnet unverändert signifikante Wachstumsraten. Die Delle des Jahres 2017 mit 2,5 % Wirtschaftswachstum aufgrund der Schäden des Wetterphänomens „El Niño Costero“ ist überwunden. Im Jahr 2018 waren 4,0 % zu verzeichnen. Für 2019 lautet die Prognose der Regierung ebenfalls 4,0 %, wobei sich höheren Raten auf anziehende öffentliche Investitionen, große Projekte im Bergbau  wie auch im Verkehrssektor sowie zusätzlich die Panamerikanischen Spiele 2019 in Lima stützen.

Die Brutto-Staatsverschuldung Perus lag 2018 bei 25,7% (Höchststand seit 2009), das Haushaltsdefizit 2018 bei 2,1% (2017: 3,2%) und soll bis 2021 auf 1 % sinken.

Der Leitzins liegt bei 2,75 %.

Der Wechselkurs des peruanischen Sol zum US-Dollar lag Anfang März 2019 bei  3.28 und zum Euro bei 3,77.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Das Bruttoinlandsprodukt von 222,6 Mrd. US-Dollar (2018) wurde zu 58,12% durch Handel und Dienstleistungen, zu 16,52 % in der Industrie, zu 14,36% im Bergbau und in der Ölförderung, zu 5,1% im Baugewerbe und zu 5,9% in der Landwirtschaft erbracht.

Der Bergbausektor erbringt unverändert etwa 60% der Exporte des Landes. Peru hat nach Brasilien und Chile die größten Rohstoffvorkommen in Lateinamerika und zählt weltweit zu den sechs wichtigsten Produzenten von Kupfer, Gold, Zink, Silber, Blei, Zinn, Quecksilber und Molybdän.

Außenwirtschaft

Die peruanischen Exporterlöse betrugen 2018 47,8 Mrd. US-Dollar gegenüber 44,06 Mrd. US-Dollar im Jahr 2017. Die Importe beliefen sich auf 41,1 Mrd. US-Dollar. Zurückzuführen ist dies sowohl auf die gute Entwicklung der Weltmarktpreise als auch auf größere Exportmengen bei Bergbauprodukten, Fisch und Früchten. Wichtigste Handelspartner Perus sind bei den Exporten China, die USA, Indien und Korea, bei den Importen China, die USA, Brasilien und Ecuador.

Hauptausfuhrprodukte Perus sind Metalle (s.o., an erster Stelle Kupfer), Fischereiprodukte, Kaffee, Früchte, Avocados, Spargel und andere Agrarerzeugnisse. Haupteinfuhrgüter sind Vorprodukte für die heimische Industrie, Kapitalgüter, Brennstoffe und Fahrzeuge.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Peru ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank, der Andengemeinschaft (CAN) und der Asia Pacific Economic Cooperation (APEC). Peru ist seit 2011 Gründungsmitglied der „Pazifik-Allianz (“Alianza del Pacífico„) zusammen mit Chile, Mexiko und Kolumbien und führt seit Mitte 2018 für ein Jahr den Vorsitz. Der vor allem wirtschaftspolitische Zusammenschluss sieht niedrige Zölle und eine enge Abstimmung von Standards und anderen staatlichen Regelnder freihandelsorientierten Partner vor.

Peru hat insgesamt 21 Freihandelsabkommen abgeschlossen, weitere werden derzeit verhandelt. Die wichtigsten sind die Freihandelsabkommen mit den USA, China, Chile und der EU, letzteres gemeinsam mit  Kolumbien und Ecuador. Peru war eine der treibenden Kräfte zur Ausarbeitung des Pazifik-Handelsabkommens CPTPP (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership), das als “Nachfolger„ der am Widerstand des US-Präsidenten Trump gescheiterten TPP (Transpacific Partnership) gilt und am 8. März 2018 unterzeichnet wurde.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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