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Europa-Staatsminister Roth zu Gesprächen in Wien Österreich

21.04.2016 - Artikel

Staatsminister Roth traf am 19.04. in Wien mit dem österreichischen Bundeskanzler zusammen. Zentrales Thema war die Flüchtlingskrise und ihre Auswirkung auf die deutsch- österreichischen bilateralen Beziehungen.

Europa-Staatsminister Michael Roth reiste am Dienstag (19.04.) zu politischen Gesprächen nach Wien. Er traf dort den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann und Verkehrsminister Gerald Klug. Auch ein Besuch beim Wiener Bürgermeister Michael Häupl stand auf dem Programm.

Europa-Staatsminister Roth und der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann.
Europa-Staatsminister Roth und der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann.© AA

Die erneute Begegnung mit dem österreichischen Bundeskanzler fand in einer freundschaftlichen Atmosphäre statt. Thema war die Flüchtlingskrise und ihre Bedeutung für die deutsch-österreichischen bilateralen Beziehungen. Faymann und Roth waren sich darin einig, dass die Flüchtlingskrise nicht nur Deutschland und Österreich, sondern ganz Europa vor eine große und bisher nicht dagewesene Bewährungsprobe stelle.

"Wir arbeiten mit Österreich eng und gut zusammen. Mit Werner Faymann stimme ich überein, dass es vor allem um eine Bekämpfung der Fluchtursachen gehen muss. Aber auch innerhalb der EU müssen wir noch stärker zusammenarbeiten. Mit nationalen Alleingängen ist niemandem geholfen. Wir müssen uns in allen wichtigen Fragen noch besser abstimmen," so Roth nach seinem Treffen mit dem österreichischen Regierungschef.

Blick über Wien: Michael Roth mit dem österreichischen Verkehrsminister Gerald Klug.
Blick über Wien: Michael Roth mit dem österreichischen Verkehrsminister Gerald Klug.© AA

Sorgen müssen ernst genommen werden

Gegenstand der Gespräche mit Verkehrsminister Gerald Klug und Bürgermeister Michael Häupl war neben der Flüchtlingskrise auch die drohende Gefährdung, die von rechtspopulistischen Bewegungen in ganz Europa ausgeht. "Sorgen und Ängste, die vorhanden sind, müssen ernst genommen werden", das war einhellige Meinung bei allen Gesprächspartnern. Aber gleichzeitig sei Haltung gefragt und man müsse man deutlich machen, dass es keine einfachen Antworten und schnellen Lösungen gebe, auch wenn viele Antieuropäer genau das wider besseres Wissen behaupteten.

Konsequenter Minderheitenschutz in der EU ist wichtig

Dem Kulturverein der österreichischen Roma stattete Staatsminister Roth ebenfalls einen Besuch ab. Der Vorsitzende des Vereins, Rudolf Sarközi, ist Mitte März verstorben. Michael Roth traf Witwe und Sohn des Verstorbenen. Er würdigte bei dieser Gelegenheit die Lebensleistung von Rudolf Sarközi und betonte wie wichtig ein konsequenter Minderheitenschutz in der EU sei. Sehr beeindruckt zeigte sich der Staatsminister von der Ausstellung in den Räumen des Vereins, welche einen umfassenden Überblick zur Geschichte der autochtonen Roma in Österreich gibt.

Europa-Staatsminister Roth mit der Familie des verstorbenen Rudolf Sarközi.
Europa-Staatsminister Roth mit der Familie des verstorbenen Rudolf Sarközi.© AA

Staatsminister Roth: "Das überragende Engagement des kürzlich verstorbenen Rudolf Sarközi für die Sache der Roma in Österreich verdient große Anerkennung. Vor allem ihm ist es zu verdanken, dass die österreichischen Roma 1993 den Status als eigenständige Volksgruppe erhalten haben. An seinem Beispiel sehen wir, wie viel jeder Einzelne mit großem Einsatz, Überzeugungskraft und Motivation bewegen kann."

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