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Gespräch mit Nigerias Außenminister in Berlin Nigeria

21.10.2014 - Artikel

Am Rande der Sitzung der binationalen Kommission beriet Außenminister Steinmeier mit seinem nigerianischen Amtskollegen Aminu Wali neben bilateralen Fragen auch zu Ebola und den entführten Mädchen.

Am Rande der Sitzung der binationalen Kommission traf Außenminister Frank-Walter Steinmeier auch seinen nigerianischen Amtskollegen Aminu Bashir Wali. Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land in Afrika und die stärkste Wirtschaftskraft des Kontinents: Ziel sei es, so Steinmeier, "die ohnehin engen Beziehungen" weiter zu intensivieren. Im Fokus des Gesprächs standen neben bilateralen Fragen auch Ebola, den Kampf gegen den Terror der Boko Haram sowie die Lage der noch immer entführten Mädchen. Außenminister Steinmeier betonte, er hoffe ebenso wie sein Amtskollege auf eine baldige Befreiung der mehr als 200 Mädchen.

Die Außenminister Steinmeier und Aminu Wali auf der Dachterrasse des Auswärtigen Amts (21.10.)
Die Außenminister Steinmeier und Aminu Wali auf der Dachterrasse des Auswärtigen Amts (21.10.)© Photothek/Imo

Die Zusammenarbeit mit Nigeria ist eng und wird stetig intensiviert. Das betonte Außenminister Steinmeier gemeinsam mit seinem nigerianischen Amtskollegen Aminu Wali am Dienstag (21.10.) in Berlin. Aus Anlass der Sitzung der binationalen Kommission war der nigerianische Außenminister in die deutsche Hauptstadt gekommen. Neben den bilateralen Beziehungen zwischen Nigeria und Deutschland standen die Lage in den von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern sowie die aktuellen Entwicklungen in Afrika im Mittelpunkt des Gesprächs.

Am Montag hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Nigeria für Ebola-frei erklärt. Außenminister Steinmeier zollte seinem Amtskollegen hierfür Anerkennung und nannte es "einen der wenigen Lichtblicke" im Kampf gegen die Epidemie. Steinmeier bekräftigte zudem aus der gestrigen Sitzung des Rats der EU-Außenminister die Bereitschaft der 28, finanziell und "durch tätige Hilfe vor Ort" ihren Beitrag in den betroffenen Regionen leisten zu wollen.

Hoffnung auf baldige Freilassung der entführten Schülerinnen

Auch die Bedrohung durch den islamistischen Terror von Boko Haram war Gegenstand des Gesprächs. Vor allem die Entführung von mehr als 200 Schülerinnen im Frühjahr 2014 hatte auch in Deutschland zu Bestürzung geführt. Weltweit hatten Menschen unter dem Motto "Bring Back Our Girls" die Freilassung der Mädchen gefordert und sich solidarisch mit den Angehörigen gezeigt. Nigerias Außenminister berichtete von aktuellen Fortschritten in den Gesprächen mit der Terrorgruppe. Außenminister Steinmeier wünschte der nigerianischen Regierung Erfolg bei den Verhandlungen: "Wir hoffen gemeinsam mit Ihnen, dass eine Befreiung möglich sein wird".

Binationale Kommission stärkt weitere Zusammenarbeit

Die Sitzung der binationalen Kommission war Anlass des Treffens der Außenminister in Berlin: Steinmeier betonte, man wolle damit die "ohnehin engen Beziehungen" weiter verdichten. So sei beschlossen worden, die Zusammenarbeit im Bereich der Forensik und der Grenzsicherung zu stärken. Die Zusammenarbeit im Energiebereich nannte Steinmeier das "Flagschiff der Beziehungen", das beiden Seiten nütze. Zudem sei die Errichtung von vier Solarkraftwerken im Norden Nigerias beschlossen worden.

Steinmeier kündigte außerdem an, gemeinsam mit Frankreichs Außenminister Laurent Fabius in wenigen Tagen in Abuja erneut mit Aminu Wali zusammenzukommen. Am Wochenende reisen beide Außenminister im Zuge der zweiten deutsch-französischen Ministerreise nach Nigeria. Dies, so Steinmeier, unterstreiche die Bedeutung des Landes für Deutschland und Frankreich, sowohl als bevölkerungsreichstes Land Afrikas wie auch als stärkte Wirtschaftskraft auf dem afrikanischen Kontinent.

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