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Deutschland und die Mongolei: Enge Partner seit 40 Jahren Mongolei

07.07.2014 - Artikel
Herzlicher Empfang in Ulan Bator
Herzlicher Empfang in Ulan Bator© photothek / Trutschel

Die Bundesrepublik Deutschland und die Mongolei haben vor 40 Jahren diplomatische Beziehungen aufgenommen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist aus diesem Anlass vom 5.-7. Juli zu einem zweitägigen Besuch in die Mongolei gereist.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier wurde bei seiner Ankunft in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator am Sonntagmorgen (06.07.) ein herzlicher Empfang zuteil: Eine junge Mongolin in traditioneller Kleidung überreichte dem deutschen Außenminister noch auf dem Flugfeld einen blauen Schal und eine Schale mit mongolischem Trockenquark.

Anerkennung für Fortschritte

Steinmeier und Bold im mongolischen Außenministerium
Steinmeier und Bold im mongolischen Außenministerium© photothek / Trutschel

Direkt im Anschluss ging es für den deutschen Außenminister zu einem ersten Gespräch ins Außenministerium im Zentrum von Ulan Bator, wo Steinmeier mit seinem mongolischen Amtskollegen Luvsanvandan Bold zu einem ersten Gespräch zusammentraf.

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bold unterstrich Steinmeier die Fortschritte, die die Mongolei in den letzten Jahren gemacht hat:

Wir Besucher aus Deutschland kommen jedenfalls mit großem Respekt und Anerkennung für die Transformationsfort­schritte der vergangen­en Jahre. Wir sind beeindruckt von der Kraft der Zivilgesellschaft und der geduldigen Standfestigkeit der politisch Verantwortlichen auf diesem Weg der Modernisierung.

An seinen mongolischen Amtskollegen gerichtet sagte Steinmeier: "Wir freuen uns, zu den engen Partnern der Mongolei gehören zu dürfen." Deutschland und die Mongolei verbänden bei der Gestaltung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen gemeinsame Werte. Deutschland und die Mongolei seien einander freundschaftlich verbundene, jedoch geografisch "ferne Nachbarn".

40 Jahre diplomatische Beziehungen

Unterzeichnung der Absichtserklärung über die Errichtung eines Freilichtmuseums
Unterzeichnung der Absichtserklärung über die Errichtung eines Freilichtmuseums© Photothek/Trutschel

In den 40 Jahren seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen seien Deutschland und die Mongolei auf fast allen Feldern vorangekommen, so der deutsche Außenminister. Dies gelte für den Aufbau der Rohstoffpartnerschaft genauso wie für die deutsch-mongolische Hochschule, die noch in diesem Jahr eröffnet werden solle.

Er freue sich auch, sagte Steinmeier, über die "aufblühende Zusammenarbeit im Bereich Kultur". In der Archäologie sei die Kooperation bei der Erforschung der alten mongolischen Hauptstadt Karakorum ein Beispiel hierfür. Später unterzeichneten die Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Friederike Fless, und die mongolische Ministerin für Kultur, Sport und Tourismus, Tsedevdama Oyungerel, in Anwesenheit des deutschen Außenministers eine Absichtserklärung über die Errichtung eines Freilichtmuseums in Karakorum.

Besuche im Kloster und beim Dreikampf

Steinmeier bei der Nadaan-Vorführung
Steinmeier bei der Nadaan-Vorführung© Photothek/Trutschel

Zum Programm gehörte auch ein Besuch des Gandantegchenling-Klosters in Ulan Bator. Der Abt des Klosters zeigte dem deutschen Außenminister in der Klosterbibliothek einige historische Bücher, die mit Mitteln des Goethe-Instituts restauriert worden sind.

Am Nachmittag stand noch ein besonderer Termin auf dem Programm: Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Bold nahm Steinmeier im Chinggis Khuree Camp an einer sogenannten Nadaan-Vorführung teil. Der traditionelle mongolische Dreikampf besteht aus den Disziplinen Ringen, Bogenschießen und Reiten und reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Sieger des Wettkampfes wurden von den beiden Außenministern geehrt.

Weitere Gespräche mit Präsident und Ministerpräsident

Gespräche in der Staatsjurte
Gespräche in der Staatsjurte© Photothek/Trutschel

Während seines Aufenthalts kam der deutsche Außenminister zudem mit dem mongolischen Ministerpräsidenten Norov Altankhuyag zusammen. Zum Abschluss seines Besuchs führte er Gespräche mit Staatspräsident Tsakhia Elbegdorj in der Staatsjurte. Steinmeier wurde bei seinem Besuch in der Mongolei von einer hochrangigen Wirtschafts- und Kulturdelegation aus Deutschland begleitet.


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