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Deutschland und Mexiko intensivieren Kooperation Mexiko

08.06.2015 - Artikel

Die beiden Staaten Deutschland und Mexiko rücken noch ein Stück näher zusammen: In Berlin tagte am 8. und 9. Juni zum ersten Mal die Binationale Kommission beider Länder.

Die Außenminister Meade (l.) und Steinmeier (r.) nach der Unterzeichnung des MoU
Die Außenminister Meade (l.) und Steinmeier (r.) nach der Unterzeichnung des MoU© photothek.net

Deutschland und Mexiko rücken noch ein Stück näher zusammen: In Berlin tagte am 8. und 9. Juni zum ersten Mal die Binationale Kommission beider Länder. Mit diesem neuen Kooperationsformat werden die Aktivitäten und Initiativen zwischen der Bundesregierung und den mexikanischen Partnern gebündelt.

Eine „Allianz für die Zukunft“ soll sie sein - die noch engere Kooperation zwischen der deutschen Bundesregierung und ihren Partnern in Mexiko. Den Vorsitz der dafür eingerichteten Binationalen Kommission führen die beiden Außenminister Frank-Walter Steinmeier und José Antonio Meade Kuribreña. Außenminister Steinmeier erklärte dazu:

Wir haben den Eindruck, dass unsere bilateralen Beziehungen einen Stand erreicht haben, wo wir einen Sprung machen können. Deshalb die strategische Zusammenarbeit in der Binationalen Arbeitsgruppe.

Binationale Kommission nimmt Arbeit auf

Deutschland und Mexiko kooperieren noch enger als bisher
Deutschland und Mexiko kooperieren noch enger als bisher© photothek.net

Am Dienstagvormittag (09.06.) leiteten die Außenminister das erste Plenum der Binationalen Kommission im Auswärtigen Amt und unterzeichneten die gemeinsame Absichtserklärung zu deren Einsetzung. Die Kommission hat gemeinsame Projekte in vielen Politikbereichen zum Ziel - so auch in der Umweltpolitik, im Klimaschutz und in Energiefragen.

Steinmeier erklärte in der anschließenden Pressekonferenz, dass auch eine Kooperation bei der „Förderung des Rechtsstaates in Mexiko“, „Hilfe bei der strafrechtlichen Ermittlungsarbeit“ und „Zusammenarbeit in der Forensik“ vereinbart worden sei.

Die Minister Steinmeier und Meade hatten sich zum Auftakt bereits am Montagabend (08.06.) zum Gespräch getroffen. Themen waren neben der bilateralem Zusammenarbeit auch die innenpolitische Situation in Mexiko und aktuelle außenpolitische Herausforderungen.

Fortentwicklung der Beziehungen

Die erste Tagung der deutsch-mexikanischen Binationalen Kommission (09.06.2015)
Die erste Tagung der deutsch-mexikanischen Binationalen Kommission (09.06.2015)© photothek.net

Mexiko und Deutschland verbindet ein breites Themenspektrum, das in Zukunft fortentwickelt werden soll. Deswegen nahmen Ministerien beider Seiten mit hochrangigen Vertretern an der Binationalen Kommission teil. Auf deutscher Seite waren das neben dem Auswärtigen Amt das Bundeswirtschaftsministerium, das Umweltressort, das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie das Bildungs- und Forschungsministerium sowie das Verkehrs- und Infrastrukturministerium.

In mehreren Fachkommissionen ging es unter anderem um die Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik, in der Entwicklungs- und Klimaschutzpolitik, in der Wissenschaft und Ausbildung sowie in der Kultur- und Bildungspolitik. Am Rande des Treffens wurden auch Vereinbarungen zur beruflichen Bildung und zur Zusammenarbeit im Verkehrswesen unterzeichnet. Auch ein „Working Holiday“-Programm solle eingerichtet werden, so Außenminister Steinmeier.

Bei seiner Reise nach Mexiko im vergangenen Jahr habe er selbst erlebt, sagte Steinmeier, „wie groß das Interesse der deutschen Wirtschaft“ an Mexiko sei. Es gebe derzeit bereits viele einzelne Projekte zur dualen Berufsausbildung in Mexiko. Dies solle nun in eine systematische Form beruflicher Ausbildung„ überführt werden.

Weiterreise zu EU-CELAC in Brüssel

Eine Allianz für die Zukunft
Eine „Allianz für die Zukunft“© photothek.net

Im Anschluss reisten Außenminister Steinmeier und sein mexikanischer Amtskollege gemeinsam nach Brüssel weiter, um dort am Dienstagnachmittag (09.06.) am Außenministertreffen der Europäischen Union mit den Staaten der CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) teilzunehmen.

Steinmeier drückte auch seine Freude darüber aus, dass Mexiko sich “neu entschlossen„ habe, eine stärkere Rolle in den Vereinten Nationen zu übernehmen. Es sei wichtig, dass Mexiko in seiner Region ein “Stabilitätsanker ist und bleibt„. Steinmeier dazu:

Wenn zwei Staaten wie Mexiko und Deutschland in die engere Zusammenarbeit gehen, dann kann das sogar eine Bedeutung über unsere beiden Länder hinaus haben und zur Stabilisierung einer Welt mit allzu vielen Krisen und Konflikten beitragen.


Weitere Informationen:

Mehr über die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Mexiko

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