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Kultur und Bildung Mexiko

Artikel

Stand: Oktober 2018

Kultur

Mexiko ist eine Kulturnation, die sich in der Tradition sowohl präkolumbianischer Hochkulturen als auch des kolonialspanischen Erbes sieht. In Mexiko sind von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) 34 Welterbestätten registriert. Hierzu zählen sowohl Kulturerbe- als auch Naturerbestätten. Seit 2006 ist auch die traditionelle mexikanische Küche als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Bei den Kulturerbestätten handelt es sich überwiegend um präkolumbianische, aber auch um kolonialspanische Anlagen. Die Bemühungen des Nationalen Instituts für Anthropologie und Geschichte (INAH) um die Erforschung und Bewahrung des mexikanischen geschichtlichen Erbes sind vorbildlich.  

Auch das zeitgenössische mexikanische Kunstschaffen hat Weltrang. Mexiko-Stadt ist eines der bedeutendsten Kulturzentren Lateinamerikas; das Kulturangebot der Stadt (Museen, Theater, Orchester, Ballett, Literatur, bildende Kunst) hat Weltniveau. Auch Metropolen mexikanischer Bundesstaaten wie zum Beispiel Guanajuato (Festival Internacional Cervantino), Oaxaca oder Monterrey verfügen über ein qualitativ hochwertiges kulturelles Angebot. In Guadalajara findet jährlich die bedeutendste Buchmesse des spanischen Sprachraumes statt, die Feria Internacional del Libro.

Bildung

Im Bildungsbereich hat Mexiko in den letzten Jahren seine Bemühungen erheblich gesteigert. Eine Bildungsreform, welche die Qualität der Lehrerausbildung sicherstellen soll, stieß zeitweise auch auf gewalttätigen Widerstand von Lehrergewerkschaften und wird nur allmählich umgesetzt.

Im Hochschulbereich hat sich das Evaluierungs- und Akkreditierungssystem COPAES bewährt. Insbesondere im Postgraduiertenbereich sind externe Evaluierungen an den großen staatlichen Hochschulen inzwischen die Regel und Voraussetzung für eine Förderung durch den nationalen Forschungs- und Technologierat CONACYT.

Zwischen Mexiko und Deutschland besteht ein reger Austausch im wissenschaftlichen Bereich. Es gibt über 380 Hochschul-Kooperationsabkommen, fast 3.000 Mexikaner studieren in Deutschland und etwa 500 in Mexiko. Die Alumni-Vereine des DAAD und der Alexander von Humboldt-Stiftung tragen zur Nachhaltigkeit der wissenschaftlichen Beziehungen bei. Regelmäßig finden Kongresse, Symposien und wissenschaftliche Konferenzen von Institutionen wie z.B. der Max Planck-Gesellschaft oder dem Dt. Hochschulkonsortium für Internationale Kooperationen statt. An der Universität Guadalajara wurde mit Mitteln des BMBF ein regionales Zentrum für lateinamerikanische Studien (Sibylla Merian-Zentrum) eingerichtet, das sich mit Krisenforschung in Lateinamerika befasst.

Die größte Universität des Landes, die Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM), blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück und ist mit rund 340.000 Studenten eine der besten und größten Universitäten in Lateinamerika.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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