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Beziehungen zu Deutschland Mauritius

Artikel

Stand: Dezember 2017

Politische Beziehungen

Die Beziehungen sind freundschaftlich und im Ausbau befindlich. Der deutsche Botschafter in Antananarivo/Madagaskar ist auch in Mauritius akkreditiert. Mauritius hat neben seiner Botschaft vier Honorarkonsuln in Deutschland (Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und München). In internationalen Gremien, insbesondere bei Abstimmungen über Kandidaturen, gibt es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und regelmäßig wechselseitige Unterstützung.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die Handelsbeziehungen mit Deutschland sind ausbaufähig. Im Jahr 2016 wurden Waren im Wert von 122,50 Millionen Euro nach Mauritius exportiert (2015: 88,35 Millionen Euro) und für 62,94 Millionen Euro aus Mauritius importiert (2015: 47,96 Millionen Euro). Die wichtigsten Einfuhren aus Mauritius sind Nahrungsmittel, Futtermittel und Textilien. Deutschland exportierte vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, Datenverarbeitungsgeräte und chemische Erzeugnisse. Mauritius nahm im deutschen Außenhandel im Jahr 2016 bei Einfuhr Platz 116 und bei Ausfuhr Platz 121 ein.

Das Luftverkehrsabkommen mit Mauritius wurde im Januar 2016 neu verhandelt. Die Zahl deutscher Touristen ist seitdem stark angestiegen (2016 voraussichtlich über 100.000, 2015 ca. 75.000). Seit 1973 ist ein Investitionsförderungsvertrag in Kraft, seit 1981 ein Doppelbesteuerungsabkommen, dessen revidierte Fassung im Oktober 2011 unterzeichnet wurde und zum 1. Januar 2013 in Kraft trat.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit wurde wegen des hohen Entwicklungsstandes von Mauritius weitgehend eingestellt. Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) vergibt in begrenztem Umfang Stipendien. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat ihr Landesprojekt Mauritius 2011 ebenfalls eingestellt, unterhält aber weiter Kontakte zu Regierung, sozialdemokratischen Parteien, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Verwaltung. Die FES Madagaskar unterstützt ferner Delegationsreisen madagassischer Stiftungspartner nach Mauritius sowie Globale Gewerkschaftsverbände wie IndustriALL Global Union und Public Services International bei der Durchführung von Seminaren auf Mauritius.

Der DAAD beabsichtigt, sein Engagement in Mauritius in begrenztem Umfang zu verstärken, etwa durch Förderung einer Hochschulkooperation. Die Zahl der vom DAAD geförderten Personen weist eine ansteigende Tendenz auf (2014: 14 Personen; 2015: 18, davon 5 Mauritier und 13 Deutsche). Insgesamt studieren über 6000 Mauritier im Ausland, Deutschland steht als Zielland nach u.a. Großbritannien, Frankreich und Australien auf dem 13. Platz. Mauritier können sich beim DAAD auch auf englischsprachige entwicklungsbezogene Masterstudiengänge bewerben.

Kulturelle Beziehungen

Die kulturelle Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Vergabe von Stipendien. Das Interesse an der deutschen Sprache wächst nicht zuletzt angesichts des deutschen Wirtschaftsengagements (Direktinvestitionen, Tourismus). Deutschunterricht wird derzeit an einer Tourismusschule sowie an vier mauritischen Gymnasien erteilt, ist aber in den Lehrplänen noch nicht verankert.

Das Deutschlandbild ist ausgesprochen positiv, deutsche Produkte aller Art (insbesondere PKW der Mittel- und Oberklasse) genießen hohes Ansehen; die Medien berichten über bedeutendere Vorgänge in Deutschland, auch über Sportereignisse.

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