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Mauretanien: Kultur- und Bildungspolitik Mauretanien

06.05.2019 - Artikel

Bildungssystem

Der Zugang zu schulischer Bildung sowie die Qualität der Schulbildung und der Berufsausbildung stellen weiterhin ein Problem dar. Rund 60 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten. Die Einschulungsquote erreicht nach offiziellen Angaben knapp 80 Prozent. Es besteht allerdings eine hohe Abbrecherquote. Für viele Schulabgänger fehlen Arbeitsplätze. Es gibt eine Universität in Nouakchott. Nach 20 Jahren der Trennung der Schul- und Universitätsausbildung in eine französische und eine arabische Linie (bei starker Favorisierung des Arabischen) wurde durch eine 1999 beschlossene Erziehungsreform französischer Unterricht in Grund-, Sekundarschulen und Universität wieder obligatorisch. Die Zweisprachigkeit soll die Integration der schwarzen Mauretanier erleichtern, deren Muttersprache nicht Arabisch ist.
Eine zunehmende Herausforderung für die Entwicklung des Landes stellt die junge Bevölkerung dar. Die unter 30-jährigen Mauretanier stellen rund 60 % der Bevölkerung dar  (50,5% unter 18 Jahren, 44,2% unter 15 Jahren) und sind zunehmend erheblichen Risiken im Hinblick auf steigende Armut, Marginalisierung, Verlust von Werten und traditionellen Maßstäben ausgesetzt. Ursache dafür sind mangelnde Beschäftigung, schlechte Bildungs- und Ausbildungsvoraussetzungen (mehr als 30% der Menschen zwischen 12-50 Jahren sind Analphabeten, 74,8% haben keinerlei berufliche Qualifikation).

Medien

Mauretanien hat eine vergleichsweise freie und auch kritische Presse, die weitgehend nur in den Städten gelesen wird. Es gibt rund 20 Tages- und Wochenzeitungen, die auf dem Land aber kaum verbreitet sind. Das staatliche Fernsehen sendet auf zwei Kanälen. Daneben gibt es private Radiostationen und private Fernsehsender,  über denen  aufgrund nicht gezahlter Lizenzgebühre ständig das Damoklesschwert der Schließung schwebt. Die Medienlandschaft wird zunehmend vom frei zugänglichen Internet beeinflusst. Auch die sozialen Netzwerke als Dialogforum haben wie in der gesamten Region an Bedeutung zugenommen.

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