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Bundeswehreinsatz im Libanon: Stabilität und Staatlichkeit            Libanon

Marinesoldaten der Mission UNIFIL auf der deutschen Korvette «Ludwigshafen am Rhein» beim Einsatz im Mittelmeer.

Marinesoldaten der Mission UNIFIL auf der deutschen Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ beim Einsatz im Mittelmeer., © dpa

14.05.2020 - Artikel

Mit der Unterstützung für die VN-Friedensmission UNIFIL im Libanon leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag für die Stabilität im Nahen Osten und der Stärkung von libanesischen staatlichen Strukturen. Die Bundesregierung plant den Einsatz um ein Jahr zu verlängern.

Wieso ist die deutsche Beteiligung wichtig?

Die VN-Mission UNIFIL leistet weiterhin einen enorm wichtigen Beitrag die Region zu stabilisieren und eine Eskalation zwischen Libanon und Israel zu vermeiden. Sie ist der einzige direkte Kommunikationskanal zwischen beiden Ländern.  Auch die Stärkung staatlicher Strukturen im Libanon und Unterstützung bei der Sicherung seiner Grenzen zählen zu den Aufgaben. Dabei möchte die Bundesregierung die Mission weiter unterstützen und das Mandat der Bundeswehr um ein weiteres Jahr verlängern.

Wie unterstützt die Bundesregierung die Mission?

Deutschland ist seit 2006 am maritimen Einsatzverband von UNIFIL, der Maritime Task Force, beteiligt. Dort übernimmt die Bundeswehr wichtige Aufgaben beim Schutz der libanesischen Hoheitsgewässer, Verhinderung von Waffenschmuggel und beim Fähigkeitsaufbau sowie Ausbildung der libanesischen Marine, begleitet von bilateralen Ertüchtigungsmaßnahmen. So stärkt der deutsche Beitrag konkret staatliche libanesische Institutionen. Ziel der Maritime Task Force ist, dass die libanesische Marine die aktuell von der Mission übernommenen Aufgaben, langfristig selbst ausführen kann. Dabei soll insbesondere ein Vakuum an der Seegrenze zu vermeiden.

Wie unterstützt Deutschland Libanon sonst?

Das sicherheitspolitische Engagement der Bundesregierung ist ein Teil der vielseitigen deutschen Unterstützung für Libanon und die libanesische Regierung. Libanon befindet sich in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise, die sich in Folge der Corona-Pandemie nochmals verschärft hat. Deutschland setzt sich zusammen mit anderen Gebern für eine schnelle  und nachhaltige Umsetzung dringend benötigter politischer und wirtschaftlicher Reformen ein. Zudem unterstützt die Bundesregierung als einer der größten humanitären Geber die  Versorgung der vielen syrischen und palästinensischen Flüchtlinge. Seit 2012 hat Deutschland Libanon mit über 1,7 Milliarden Euro in den Bereichen humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Krisenprävention und Ertüchtigung unterstützt.

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