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Stabilisierung Libanons unterstützen Libanon

06.05.2014 - Artikel

Im Zentrum des Gesprächs von Außenminister Steinmeier mit seinem Amtskollegen Bassil stand die Lage im Libanon unter dem Eindruck des Kriegs in Syrien und der hohen Zahl an syrischen Flüchtlingen.

Im Zentrum des Gesprächs von Außenminister Steinmeier mit seinem Amtskollegen Bassil stand die Lage im Libanon unter dem Eindruck des Kriegs in Syrien und der hohen Zahl an syrischen Flüchtlingen.

Gemeinsam vor der Presse: Die Außenminister Steinmeier und Bassil
Gemeinsam vor der Presse: Die Außenminister Steinmeier und Bassil© AA

Libanons Außenminister Gibran Bassil bekleidet erst seit Februar 2014 dieses Amt. Das Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier am Morgen ist auch sein Antrittsbesuch in der deutschen Hauptstadt. Dennoch ist es nicht das erste Treffen der beiden Außenminister. Beide sind sich bereits auf der Konferenz der sogenannten Internationalen Unterstützergruppe für Libanon am 5. März in Paris begegnet.

Das heutige Gespräch im Auswärtigen Amt knüpfte an das Treffen im März an: Im Mittelpunkt der Unterredung stand die Lage in Libanon. Diese wird sowohl durch innenpolitische Herausforderungen - so muss bis Ende Mai ein Nachfolger für das Amt des Präsidenten gewählt werden - wie auch durch die Krise im Nachbarland Syrien geprägt.

Libanon: Chance auf politische Stabilität errungen

Im Anschluss an ihr Gespräch traten Steinmeier und Bassil gemeinsam vor die Presse. Außenminister Steinmeier sprach seinem libanesischen Amtskollegen seine Anerkennung für die Bildung einer Regierung der "nationalen Einheit" aus. Damit habe es das Land geschafft, sich dem Sog der Syrien-Krise entziehen und eine Chance für mehr politische Stabilität zu erringen.

Außenminister Bassil bei seinem Antrittsbesuch in Berlin
Außenminister Bassil bei seinem Antrittsbesuch in Berlin© AA

In der Unterredung der beiden Außenminister ging es auch maßgeblich um den Syrien-Konflikt. Libanon ist als Nachbar Syriens unmittelbar von der seit mehr als drei Jahren währenden blutigen Krise betroffen. Vor allem die große Zahl an syrischen Flüchtlingen in Libanon mache dem nahöstlichen Land schwer zu schaffen, bekräftigte Außenminister Bassil.

Deutschland hilft bei Versorgung der syrischen Flüchtlinge

Außenminister Steinmeier zeigte Verständnis für den Druck der von der großen Zahl an Flüchtlingen ausgehe - immerhin gehen die Vereinten Nationen von einer Million Flüchtlingen bei vier Millionen Einwohnern aus. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland Libanon bei der Bewältigung dieser Herausforderungen auch weiter helfen wolle. Dazu zähle unter anderem die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in Deutschland. Auch hat die Bundesregierung seit 2012 zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in Libanon humanitäre Hilfe in Höhe von etwa 100 Millionen Euro geleistet.

Der deutsche Außenminister betonte zum Abschluss, dass er den Austausch mit seinem Amtskollegen Bassil bald fortsetzen wolle: Er freue sich bereits auf das nächste Gespräch im Rahmen seines ersten Besuchs in Beirut am 30. Mai.

Zum Weiterlesen

Internationale Unterstützergruppe für Libanon - Treffen am 5. März 2014 in Paris

Bilaterale Beziehungen Deutschland-Libanon

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