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Außenminister Maas reist nach Kuwait Kuwait

Außenminister Maas in Kuwait.

Außenminister Maas in Kuwait., © Xander Heinl/photothek.net

15.12.2018 - Artikel

Auf der von Konflikten erschütterten Arabischen Halbinsel ist das Land ein wichtiger Vermittler. 

Außenminister Maas bricht am Sonntag (16.12.) zu einer Reise nach Kuwait auf. Ziel der Reise ist, den auf Ausgleich gerichteten Kurs zu unterstützen, den das Emirat in der Region verfolgt. Auf diplomatische Vermittlung kommt es insbesondere im Jemen-Konflikt an. Dem Sondergesandten der Vereinten Nationen Martin Griffiths war es zuletzt gelungen, die Konfliktparteien zu ersten Verhandlungen zu bewegen. In Kuwait-Stadt wird Maas dazu Gespräche mit Außenminister Sabah Al Sabah und Emir Sabah Al Ahmad Al Jaber Al-Sabah führen. Auf der Tagesordnung steht zudem auch die Lage in Syrien und Irak.

Krisengeschüttelte Region

In seiner krisengeschüttelten Nachbarschaft spielt Kuwait eine wichtige Rolle. Ob im Jemen-Konflikt, bei der Konfrontation zwischen Saudi Arabien und Iran oder den Spannungen um Katar: Kuwait hat sich in den letzten Jahren immer wieder eingesetzt, um gefährliche Krisen in der Region zu schlichten. Außerdem stellt das Emirat große Beiträge zur Verfügung, um für notleidende Menschen humanitäre Hilfe zu leisten.

Austausch über Jemen-Verhandlungen

In den Gesprächen von Außenminister Maas werden insbesondere die von den Vereinten Nationen angestoßenen Jemen-Verhandlungen ein bedeutendes Thema sein. In Stockholm waren in der  vergangenen Woche Vertreter der jemenitischen Regierung und der Huthi-Rebellen  zusammengekommen. 

Gemeinsame Schritte ausloten

Deutschland unterstützt die Verhandlungen der UN auf diplomatischem Weg mit ganzer Kraft. Dabei kommt es auch auf Gespräche mit  benachbarten Staaten in der Region wie Kuwait an. Es geht darum, gemeinsam auszuloten, mit welchen Schritten der gerade begonnen Friedensprozess am besten unterstützt werden kann. 

Der Konflikt hat das Land im Süden der Arabischen Halbinsel zum Schauplatz einer humanitären Tragödie gemacht: Immer wieder werden Zivilisten Opfer der Kämpfe. Millionen Menschen leiden Hunger, in großer Zahl sterben Kinder an den Folgen von Unterernährung. Um die Not der Menschen zu lindern, hat Deutschland allein in diesem Jahr mehr als hundert Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt.

Zusammenarbeit im UN-Sicherheitsrat vorbereiten

Der Jemen-Konflikt wird nicht die einzige Krise bleiben, in der von Bedeutung ist, dass Kuwait und Deutschland sich abstimmen: Im kommenden Jahr wird das Emirat gemeinsam mit Deutschland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sitzen.

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