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Kroatien: Beziehungen zu Deutschland Kroatien

09.04.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien sind sehr eng. Ein wichtiges Element dieser Beziehungen sind die nach Statistischem Bundesamt ca. 330.000 kroatischen Staatsbürgerinnen und -bürger, die in Deutschland leben sowie viele Kroatinnen und Kroaten, die zeitweise in Deutschland lebten und wieder nach Kroatien zurückgekehrt sind. Zudem besuchen jedes Jahr über 2,6 Millionen deutsche Touristen Kroatien. Auch in wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und technischer Hinsicht bestehen enge Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Wechselseitige Besuche auf politischer Ebene finden regelmäßig statt. Der kroatische Ministerpräsident Plenković besuchte Deutschland am 28. August 2018; die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarović traf im Zeitraum 18. bis 20. Februar 2019 u.a. auf Bundestagspräsident Dr. Schäuble. Umgekehrt reiste zuletzt im Zeitraum 20. bis 22. März 2019 Bundespräsident Steinmeier nach Kroatien und traf dort u.a. die kroatische Staatspräsidentin Grabar-Kitarović. Bilaterale Besuche auf Ministerebene: Innenminister Božinović zu Besuch in Berlin/Treffen mit BM Seehofer am 15. Juni 2018, Verteidigungsminister Krstičević zu Besuch in Berlin/Treffen mit BM.in von der Leyen am 12./13. Juni 2018 und die kroatische Außen-ministerin Marija Pejčinović Burić besuchte BM Maas am 07. März 2019 in Berlin anlässlich der gemeinsamen Unterzeichnung des deutsch-kroatischen Aktionsplans. . Zusätzlich gibt es zahlreiche bilaterale Kontakte bei multilateralen Treffen, z.B. in den politischen Gremien der Europäischen Union.

Die Gemischten Kommissionen Bayerns und Baden-Württembergs mit Kroatien treffen sich regelmäßig. Wechselseitige Besuche von Mitgliedern des Bundestags, von Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Landtage bzw. von Angehörigen des kroatischen Parlaments sowie regelmäßige Kontakte von Fachbeamten, Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern, Studenten und interessierten Bürgern führen zu einem regen Austausch auf allen Ebenen. Mit deutscher Hilfe wurden in der Vergangenheit auch humanitäre Maßnahmen durchgeführt: dazu zählen die Reparatur kriegszerstörter Häuser, der Wiederaufbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Räumung von Minen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung sowie die Hanns-Seidel-Stiftung sind jeweils mit Büros in Zagreb präsent. Weitere deutsche politische Stiftungen beziehen Kroatien in ihre Projektarbeit mit ein.

Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind ausgesprochen eng: Deutschland ist Kroatiens größter Handelspartner, gefolgt von Italien, Slowenien und Ungarn; bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt Deutschland nach den Niederlanden und Österreich den dritten Platz ein. Neben größeren deutschen Investitionen u.a. durch DAX-Konzerne haben zahlreiche mittelständische deutsche Unternehmen Tochterfirmen in Kroatien gegründet. Deutsche Urlauber stellen mit über 2,6 Millionen Touristen das zahlenmäßig größte Kontingent an Besuchern Kroatiens.

Ein Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Investitionen trat im August 2000 in Kraft, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im Dezember 2006.

Seit 2003 ist in Kroatien eine Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer mit ca. 400 registrierten Unternehmen tätig. Germany Trade and Invest ist mit einem Büro ebenfalls in Zagreb vertreten.

Kulturelle Beziehungen

Grundlage der bilateralen kulturellen Kooperation ist das deutsch-kroatische Kulturabkommen vom 26. August 1994, das seit dem 23. Januar 1998 in Kraft ist. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Mobilitätsförderung im Bereich der Wissenschaft und der Hochschulen sowie der Erhalt bzw. weitere Ausbau der starken Stellung der deutschen Sprache im kroatischen Bildungswesen (fast 30 Prozent aller kroatischen Schüler lernen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache). In Kroatien sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA-Koordinator für das Deutsche Sprachdiplom und acht weitere Programmlehrer an kroatischen Gymnasien) tätig. Die Deutsche Internationale Schule in Zagreb (DISZ) besteht seit dem Jahr 2004. Sie führt vom Kindergarten bis zum Abitur und kooperiert im „Eurocampus“ eng mit der Französischen Schule Zagreb.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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