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Außenminister Steinmeier in Kroatien und Slowenien Kroatien

30.04.2015 - Artikel

Außenminister Steinmeier ist am Donnerstag und Freitag zu politischen Gesprächen nach Kroatien und Slowenien gereist.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag und Freitag seine Balkanreise fortgesetzt und in Kroatien und Slowenien politische Gespräche geführt. In der kroatischen Hauptstadt Zagreb traf er am Donnerstag zunächst mit Ministerpräsident Zoran Milanović zu Beratungen zusammen.

Ankunft in Zagreb
Ankunft in Zagreb© photothek / Trutschel

Nach dem Treffen mit dem kroatischen Ministerpräsidenten setzte er die Gespräche vor Ort mit der kroatischen Außenministerin Vesna Pusić fort. Am Freitag reiste Außenminister Steinmeier weiter nach Slowenien. Im Mittelpunkt des Besuchs in Ljubljana standen die weitere Vertiefung der bereits sehr guten bilateralen Beziehungen zu den beiden Ländern sowie die Lage in der Region.

Verlässliche EU-Partner

Steinmeier betonte vor seinem Abflug nach Zagreb in einem Interview mit der kroatischen Tageszeitung "Jutarnji List", dass sich "Kroatien innerhalb kürzester Zeit zu einem wertvollen und verlässlichen Partner in der Europäischen Union entwickelt" habe. Deutschland und Kroatien verträten bei den unterschiedlichsten Fragen ähnliche Positionen.

Ein wichtiges Thema der Reise wird die Annäherung der Staaten des Westbalkans an die Europäische Union sein. Mit Serbien und Kosovo hatte der deutsche Außenminister zuletzt zu Beginn der Woche zwei dieser Staaten besucht. Steinmeier betonte gegenüber der Zeitung, dass die Länder des Westbalkan "Partner im Herzen Europas seien" und erklärte: "Wir wollen sie als Mitglieder in die Europäische Union aufnehmen" - auch wenn vor diesen Ländern noch "eine Wegstrecke" liege.

EU-Perspektive für den Westbalkan

Steinmeier im Gespräch mit Ministerpräsident Milanović
Steinmeier im Gespräch mit Ministerpräsident Milanović© photothek / Trutschel

Sowohl Kroatien als auch Slowenien engagieren sich stark für die Entwicklung der Westbalkan-Region und die EU-Perspektive ihrer südosteuropäischen Nachbarländer. Aus Sicht Steinmeiers können beide Länder aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen im EU-Beitrittsprozess einen wichtigen Beitrag für die Heranführung ihrer südosteuropäischen Nachbarn an die Europäische Union leisten.

Mit Blick auf die Lage in der Region betonte der deutsche Außenminister in dem Interview, dass er es für wichtig halte, dass Kroatien und Serbien den eingeschlagenen Weg der Aussöhnung und verstärkten Kooperation entschlossen weiter gingen. Er begrüßte zudem, dass Kroatien auch maßgeblich an dem neuen EU-Ansatz für Bosnien und Herzegowina mitgewirkt habe.

Weitere Themen der Gespräche in Zagreb und in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana werden die Lage in der Ukraine sowie die Flüchtlingskrise im Mittelmeer sein. Slowenien und Kroatien sind als Mittelmeeranrainer besonders von den Auswirkungen der Krise betroffen.

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