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Beratergruppe zu außenpolitischen Aspekten der Wiedervereinigung Koreas ins Leben gerufen Korea (Republik Korea, Südkorea)

18.09.2014 - Artikel

Die Erfahrungen aus der deutschen Wiedervereinigung für Korea nutzbar zu machen - das ist die Aufgabe einer hochrangigen Beratergruppe, deren Einsetzung jetzt offiziell beschlossen wurde.

Die Erfahrungen aus der deutschen Wiedervereinigung für Korea nutzbar zu machen - das ist die Aufgabe einer hochrangigen Beratergruppe, deren Einsetzung jetzt offiziell vereinbart wurde.

Staatssekretär Markus Ederer und der Botschafter Südkoreas, Kim Jae-shin, bei der feierlichen Unterzeichnung des Memorandum of Understanding
Staatssekretär Markus Ederer und der Botschafter Südkoreas, Kim Jae-shin, bei der feierlichen Unterzeichnung des Memorandum of Understanding© AA

Deutschland und Korea verbindet die Erfahrung einer langjährigen Teilung in zwei Landesteile. Deutschland konnte diese Trennung vor 25 Jahren überwinden - in Korea dauert sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs fort (nach dem Koreakrieg wurde 1953 die Demarkationslinie leicht verschoben).

Deutsche Erfahrungen für Korea nutzbar machen

Bei ihrem ersten Telefonat nach seinem Amtsantritt schlug Außenminister Steinmeier seinem südkoreanischen Amtskollegen Yun Byung-se vor, ein gemeinsames Beratergremium zu gründen, das Südkorea die deutschen Erfahrungen beim Umgang mit den außenpolitischen Fragen des Wiedervereinigungsprozesses vermitteln soll.

Konkret beschlossen wurde das Vorhaben dann beim Berlin-Besuch der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye im März dieses Jahres.

Memorandum of Understanding unterzeichnet

Im Auswärtigen Amt unterzeichneten nun Staatssekretär Markus Ederer und der Botschafter Südkoreas, Kim Jae-shin, ein Memorandum of Understanding zur Einsetzung der Beratergruppe. Staatssekretär Ederer sagte bei der Unterzeichnungszeremonie:

Ich freue mich, dass wir heute die Beratergruppe zu außenpolitischen Aspekten der Wieder-vereinigung Koreas ins Leben rufen können.
25 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es für Deutschland eine Ehre und Freude, seine Erfahrungen über die außenpolitischen Bedingungen der deutschen Einheit mit unseren koreanischen Partnern zu teilen. -

Hochrangig besetztes Gemium

Auf deutscher Seite werden sechs erfahrene Parlamentarier, Wissenschaftler/innen und Diplomaten in die Beratergruppe entsandt, darunter Markus Meckel, der als Außenminister der DDR gemeinsam mit dem westdeutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher für Deutschland an den sogenannten Zwei-Plus-Vier-Gesprächen teilnahm, und der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, der Vorsitzende der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe.

Das Gremium soll im kommenden Monat seine Arbeit aufnehmen.

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