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Deutschland und Nordkorea: Bilaterale Beziehungen Korea (Demokratische Volksrepublik, Nordkorea)

21.10.2019 - Artikel

Die Bundesrepublik Deutschland und Nordkorea haben am 1. März 2001 diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik wie auch im bilateralen Verhältnis unterstützt Deutschland die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Nordkorea zu ernsthaften Verhandlungen über die Beendigung seines Atomwaffenprogramms zu bewegen. Gleichzeitig setzt Deutschland sich dafür ein, Nordkorea zum Eintritt in einen Dialog mit der internationalen Gemeinschaft über die Menschenrechtslage im Land zu bewegen.

Als Reaktion auf den Ausbau des nordkoreanischen Waffenarsenals hat die internationale Gemeinschaft verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, die sich auch auf die bilateralen Beziehungen auswirken.

Deutschland engagiert sich in Nordkorea nicht im Bereich der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Eine wichtige Rolle in den beiderseitigen Beziehungen spielt aber die bilaterale humanitäre Hilfe. Vor allem die Deutsche Welthungerhilfe ist in Nordkorea aktiv.

Der deutsch-nordkoreanische Warenaustausch hat sich den letzten Jahren stetig verringert. Er liegt derzeit bei deutlich unter 10 Mio. Euro pro Jahr. Es sind bislang keine bilateralen Abkommen über wirtschaftliche, finanzielle oder wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit geschlossen worden.

Von nordkoreanischer Seite besteht ein gewisses Interesse an deutscher Kultur, vor allem an klassischer Musik, Film und Literatur, aber auch an der Vermittlung der deutschen Sprache. Durch das Erfordernis der behördlichen Zustimmung für jegliche Aktivitäten sowie der Vorab-Zensur sind der Kultur- und Bildungsarbeit im Land jedoch enge Grenzen gesetzt.

In der Vergangenheit konnten einige nordkoreanische Akademiker zu mehrmonatigen Forschungsaufenthalten nach Deutschland entsandt werden. Diese Besuche wurden in jüngster Zeit deutlich reduziert.

Auf dem Gebiet der politischen Bildung sind die in Seoul ansässigen politischen Stiftungen (Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung) auch in Nordkorea aktiv. Ihre Vertreter besuchen das Land in unregelmäßigen Abständen.

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Pjöngjang © picture-alliance/dpa

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