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Republik Kongo: Außenpolitik Kongo (Republik Kongo)

01.07.2019 - Artikel

Grundlagen der Außenpolitik

Präsident Sassou Nguesso ist - mit einer fünfjährigen Unterbrechung nach seiner Abwahl in den ersten demokratischen und freien Wahlen Anfang der 1990er Jahre - seit 1979 im Amt. Die Republik Kongo gehört der Gruppe der zehn afrikanischen Staaten (C-10) an, die den Staaten der Afrikanischen Union einen Vorschlag zur Reform des VN-Sicherheitsrats unterbreiten soll.

Präsident Sassou Nguesso war und ist in verschiedenen Konflikten des Kontinents als Vermittler tätig: in der Zentralafrikanischen Republik als Garant des Abkommens von Libreville, in den Streitigkeiten zwischen Sudan und Südsudan, im Kivukonflikt (zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo) sowie als Unterstützer der Militärintervention in Mali durch Bereitstellung von Transportkapazitäten für die Interventionstruppen Tschads. Außerdem ist er Vorsitzender des Hohen Ausschusses der Afrikanischen Union für Libyen.

Neben der Hinwendung zu Staaten, die wirtschaftliche Interessen an der Nutzung der natürlichen Ressourcen, vor allem Erdöl und Holz, haben, ist die afrikanische Solidarität im Rahmen der Afrikanischen Union (Panafrikanismus) und der Regionalorganisationen wie CEMAC und CEEAC sowie eine Politik der guten Nachbarschaft Kernbestandteil der kongolesischen Außenpolitik.

Bilaterale Beziehungen zu anderen Staaten

Die politischen Beziehungen zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich sind traditionell eng. Häufige gegenseitige Besuche von Politikern und hochrangigen Beamten unterstreichen den besonderen Stellenwert der Beziehungen. Der französische Erdölkonzern „Total“ verfügt über etwa die Hälfte der Bohrlizenzen vor der Küste der Republik Kongo.

Neben der Delegation der Europäischen Union und Deutschland sind Frankreich, Italien und Belgien als weitere EU-Mitgliedstaaten mit Botschaften in Brazzaville vertreten.

Russland und die Volksrepublik China unterhalten ebenfalls Botschaften. China ist im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit - als Hauptakteur und -financier von Infrastrukturprojekten - aktiv.

Die Beziehungen zum Nachbarstaat Demokratische Republik Kongo unterliegen starken Schwankungen. Seit der Wahl Tsishekedis zum Nachfolger von Präsident Kabila haben sich die Beziehungen normalisiert und intensiviert.

Mit Gabun unterhält die Republik Kongo enge Beziehungen (auch vor dem Hintergrund verwandtschaftlicher Beziehungen der Staatschefs), die durch häufige Besuche Sassou Nguessos in Libreville dokumentiert werden.

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