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Partner für Herausforderungen von heute und morgen: Außenminister Maas reist nach Kanada Kanada

Zwei Männer stehen sich vor einem Gletscher gegenüber.

Außenminister Heiko Maas im Gespräch mit einem Ranger im Sirmilik Nationalpark in Pond Inlet, Kanada, © Thomas Imo/photothek.net

15.08.2019 - Artikel

Im Fokus der Reise nach Toronto und das an die Arktis grenzende Territorium Nunavut stehen zwei Themen, die Deutschland und Kanada gleichermaßen beschäftigen: Multilateralismus und Klimawandel.

Teamplayer für eine regelbasierte Weltordnung

Außenminister Heiko Maas gemeinsam mit seiner kanadischen Amtskollegin bei einer Veranstaltung zu Multilateralismus.
Außenminister Heiko Maas gemeinsam mit seiner kanadischen Amtskollegin bei einer Veranstaltung zu Multilateralismus.© Thomas Imo/photothek.net

In Toronto traf Außenminister Maas mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland zusammen. Deutschland und Kanada eint das Engagement für eine regelbasierte internationale Ordnung und den Erhalt multilateraler Ansätze und Strukturen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass sich weltweite Entwicklungen wie Klimawandel, Terrorismus, Digitalisierung nicht durch nationale Alleingänge gestalten lassen. Kanada hat sich deshalb der von Außenminister Maas begründeten Allianz der Multilateralisten angeschlossen. Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung diskutierten Maas und Freeland darüber , wie durch Diplomatie und stärke Vernetzung gleichdenkender Staaten Herausforderungen der Zukunft gemeinsam angegangen werden können.

Dazu gehören Digitalisierung und technologischer Fortschritt. Bei einem Besuch des Think Tanks Vector Institute for Artificial Intelligence informierten sich die Außenminister über den aktuellen Forschungsstand und kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz und die deutsch-kanadische Zusammenarbeit auf diesem Feld .

Spürbare Auswirkungen des Klimawandels

Außenminister Heiko Maas besucht das Nunavut Research Center.
Außenminister Heiko Maas besucht das Nunavut Research Center.© Thomas Imo/photothek.net

Seine Reise führt Außenminister Maas an die Ränder der Arktis, genauer in das Territorium Nunavut im Norden Kanadas. Hier sind Auswirkungen des Klimawandels besonders drastisch spürbar: Die Arktis erwärmt sich rund doppelt so schnell wie der Rest der Welt. In Norden Kanadas sind die Temperaturen bereits um 2,3°C gegenüber vorindustriellen Werten gestiegen. Das hat starke Auswirkungen auf die Lebensumstände der dort lebenden Bevölkerung, die überwiegend der indigenen Bevölkerungsgruppe der Inuit angehören. In der Hauptstadt des Territoriums, Iqaluit, sprach Außenminister Maas mit Vertretern der Regierung, der Zivilgesellschaft und Forschern des Nunavut Research Centers zu den Auswirkungen des Klimawandels im Territorium Nunavut.

Klimawandel als sicherheitspolitische Herausforderung

Auch unter sicherheitspolitischen Gesichtspunkten stellen sich in der Arktis durch den Klimawandel neue Herausforderungen. Zurückgehende Meereisbedeckung und technischen Fortschrift bedingen neue Wirtschaftsinteressen, territoriale Ansprüche der Anrainerstaaten und eine zunehmende militärische Präsenz. Deutschland will sich zukünftig stärker für die Ausweitung der internationalen und regelbasierten Zusammenarbeit und sich für einen konsequenten Klima- und Umweltschutz in der Arktis einsetzen. In Kürze wird die Bundesregierung ihre neuen Arktis-Leitlinien vorstellen.

Klima und Sicherheit ist einer der Schwerpunkte der deutschen Sicherheitsratspräsidentschaft 2019/20. Im August 2018 gründete Deutschland gemeinsam mit Nauru die Freundesgruppe Klima und Sicherheit in den Vereinten Nationen. Kanada ist eines der 48 Mitglieder.

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