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Maas in Jordanien: Gemeinsames Engagement gegen den IS und für den Frieden in Syrien  Jordanien

Altstadt von Amman

Altstadt von Amman, © dpa-Zentralbild

12.01.2020 - Artikel

Jordanien ist ein zentraler Partner für die humanitäre Versorgung in Syrien und der Region genauso wie im Kampf gegen IS. Angesichts der aktuellen Spannungen berät Außenminister Maas gemeinsam mit dem jordanischen Außenminister über die nächsten Schritte.

Jordanien ist seit Jahren ein besonders enger Partner von Deutschland in einer spannungsreichen Region. Sowohl in der humanitären Hilfe für Syrien als auch im Kampf gegen IS arbeiten die beiden Ländern Hand in Hand. Im Osten des Landes sind deutsche Truppen stationiert, die sich mit Ausbildung sowie Aufklärungsflügen beim Kampf gegen den IS beteiligen.

Angesichts der aktuellen Spannung im Iran und Irak reist Außenminister Maas nach Amman, um gemeinsam mit Außenminister Safadi zu beraten, wie die Lage in der Region weiter beruhigt und der IS auch in Zukunft in der gesamten Region wirksam bekämpft werden kann. Zu Beginn seiner Reise sagte Maas:

Wir wollen unter allen Umständen verhindern, dass der IS im Irak neue Spielräume bekommt, dafür ist Jordanien ein wichtiger Gesprächspartner.

Bundeswehr bekämpft IS 

Die Terror-Organisation IS ist längst nicht besiegt, das Engagement innerhalb der internationalen Koalition gegen den IS bleibt weiterhin enorm wichtig. Außenminister Maas besucht auch die deutschen Truppen auf der jordanischen Luftwaffenbasis Azrak, um den insgesamt 285 Soldatinnen und Soldaten für ihren großen Beitrag zur internationalen Bekämpfung des IS danken und sich aus erster Hand über den Einsatz informieren. Der Außenminister wird dort auch mit dem für Irak zuständigen deutschen Kontingentführer sprechen und über die aktuelle Lage am Golf beraten.

Deutschland zweitgrößter Geber

Fast 30% der 10,5 Millionen Menschen, die in Jordanien leben, sind Flüchtlinge. Schätzungsweise über eine Millionen von ihnen kommen aus Syrien. Deutschland unterstützt das Land massiv dabei, möglichst vielen syrischen Flüchtlingskindern in Jordanien einen direkten Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen. Insgesamt half Deutschland im Jahr 2018 mit ca. 513 Millionen Euro in Jordanien und war damit zweitgrößter bilateraler Geber hinter den USA. Ende 2018 begannen Deutschland und Jordanien zudem einen strategischen Dialog, der Anfang diesen Jahres mit hochrangigen Teilnehmern fortgesetzt werden soll. Hier beraten beide Regierungen unter anderem darüber, wie man sicherheitspolitischen Herausforderungen gemeinsam noch wirksamer begegnen kann. 

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