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Gespräche in Jordanien im Zeichen des Syrien-Konflikts Jordanien

21.10.2014 - Artikel

Der Besuch der Leiterin der Abteilung Vereinte Nationen und Globale Fragen, Patricia Flor, in Jordanien stand im Zeichen der Syrienkrise. Er war geprägt von Begegnungen mit syrischen Flüchtlingen sowie Beratungen mit Hilfsorganisationen in Jordanien.

Die Leiterin der Abteilung Vereinte Nationen und Globale Fragen im Auswärtigen Amt, Patricia Flor, reiste vom 13.-14. Oktober zu Gesprächen nach Jordanien. Ihr Besuch stand im Zeichen der Syrienkrise und war geprägt von Begegnungen mit syrischen Flüchtlingen sowie Beratungen mit Hilfsorganisationen in Jordanien.

Flor mit Gavin White/UNHCR auf einem Rundgang mit den Vertretern von UNHCR, UNICEF und WFP durch das syrische Flüchtlingscamp Zaatari.
Flor mit Gavin White/UNHCR auf einem Rundgang mit den Vertretern von UNHCR, UNICEF und WFP durch das syrische Flüchtlingscamp Zaatari.© AA

Während ihres Aufenthalts besuchte Flor mehrere Projekte, die die Bundesregierung im Rahmen der humanitären Hilfe fördert: In Amman besuchte sie ein Zentrum für die psycho-soziale Betreuung von syrischen Flüchtlingen und bedürftigen jordanischen Familien, das UNICEF mit deutscher Unterstützung eingerichtet hat.

Beim Besuch des Flüchtlingslager Zaatari an der Grenze zu Syrien besprach sie mit Flüchtlingen und internationalen Helfern die aktuellen Herausforderung der Flüchtlingssituation. In Amman führte die deutsche UN-Beauftragte Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der vor Ort engagierten VN-Organisationen. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Abteilungsleiterin für internationale Beziehungen im jordanischen Außenministerium, Leena Al-Hadid, stand zudem die aktuelle Lage in der Region.

Deutsche Unterstützung für Jordanien

Besuch im Princess Basma Centre im Norden Ammans gemeinsam mit UNICEF
Besuch im „Princess Basma Centre“ im Norden Ammans gemeinsam mit UNICEF© AA

Nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen gibt es derzeit mehr als 600.000 syrische Flüchtlinge in Jordanien (bei UNHCR registriert oder im Registrierungsprozess befindlich). Deutschland unterstützt eine Vielzahl von Maßnahmen in Jordanien, die sowohl den syrischen Flüchtlingen, als auch den betroffenen jordanischen Kommunen zugute kommen. Bis September 2014 stellte die Bundesregierung fast 163 Millionen Euro für die Maßnahmen in Jordanien bereit.

Eine Reihe von multilateralen Partnern und deutschen Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen führen mit deutscher Finanzierung Maßnahmen unter anderem in den Bereichen Notunterkünfte, Kinderschutz, Ernährungshilfe und Wasserversorgung durch. Mit dem Ziel der Stabilisierung der von der syrischen Flüchtlingssituation betroffenen Region veranstaltet das Auswärtige Amt am 28. Oktober eine Ministerkonferenz in Berlin. Die Flüchtlingslage in Jordanien wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

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