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Staatssekretär Steinlein besucht Jordanien Jordanien

16.05.2014 - Artikel

In Amman wird der Staatssekretär zu politischen Gesprächen mit Außenminister Judeh zusammenkommen und das mit Kulturerhalt-Mitteln des Auswärtigen Amtes restaurierte Wüstenschloss "Mschatta" wiedereröffnen.

Staatssekretär Stephan Steinlein wird vom 17.-19. Mai nach Jordanien reisen. Im Mittelpunkt seiner politischen Gespräche mit dem jordanischen Außenminister Judeh werden der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien und dessen Auswirkungen auf Jordanien stehen. Ein weiterer Anlass des Besuchs sind die in der Hauptstadt Amman stattfindenden "Deutschen Wochen": Steinlein wird in diesem Rahmen den mit Kulturerhalt-Mitteln des Auswärtigen Amtes restaurierten Mschatta-Palast wiedereröffnen.

Unterstützung für syrische Flüchtlinge

Jordanien ist eines der Nachbarländer, die am stärksten vom Bürgerkrieg in Syrien betroffen sind: Das Land hat knapp 600.000 Flüchtlinge aufgenommen, von denen viele in Flüchtlingslagern wie dem Camp Za'atari leben oder bei Gastfamilien Zuflucht gefunden haben. Angesichts dieser Situation wird Staatssekretär Steinlein bei seinem Besuch in Amman mit dem jordanischen Außenminister Nasser Judeh über die Lage der syrischen Flüchtlinge in Jordanien sprechen.

"Deutsche Wochen" in Amman

Eingangsfassade des Audienzsaals im Mschatta-Palast
Eingangsfassade des Audienzsaals im Mschatta-Palast© AA

Ein weiterer Anlass für den Besuch des Staatssekretärs sind die "Deutschen Wochen", die vom 11.-23. Mai in Amman stattfinden. Sie sollen das vielfältige deutsche Engagement in Jordanien - unter anderem in den Bereichen Hochschulkooperation, Kulturerhalt, Transformationspartnerschaften, Entwicklungszusammenarbeit und Erneuerbare Energien - sichtbar machen.

Als Höhepunkt der "Deutschen Wochen" wird Staatssekretär Steinlein am 18. Mai gemeinsam mit Prinz Hassan bin Talal den Mschatta-Palast wiedereröffnen. Das Wüstenschloss wurde in den vergangenen Jahren mit Mitteln aus dem Kulturerhalt-Programm des Auswärtigen Amtes restauriert. Ein Teil seiner eindrucksvollen Schmuckfassade befindet sich seit 1903 durch eine Schenkung an Kaiser Wilhelm II. in Deutschland und zählt zu den Glanzstücken des Berliner Museums für Islamische Kunst. Das Auswärtige Amt hat die Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten des Mschatta-Palastes von 2008 bis 2013 mit rund 608.000 Euro gefördert.

Besuch der Deutsch-Jordanischen Universität

Die Deutsch-Jordanische Universität (German-Jordan University, GJU) zählt zu den führenden Universitäten des Landes. Derzeit studieren rund 3.700 Studentinnen und Studenten an der staatlichen jordanischen Universität, die nach dem deutschen Fachhochschulmodell aufgebaut ist. Unterrichtssprachen sind englisch und deutsch; das vierte Studienjahr findet komplett in Deutschland statt und beinhaltet ein Praktikum.

Steinlein wird in Amman mit Studierenden und Absolventen der GJU über ihre Studienaufenthalte in Deutschland und ihre weiteren Karrierepläne sprechen. Auch hier werden der Bürgerkrieg in Syrien und die Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Jordanien ein Thema der Gespräche sein.

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