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Humanitäre Großkrise in Jemen: Deutschland sagt Unterstützung zu Jemen

Deutschland finanziert auch die Arbeit von Hilfsorganisationen wie Oxfam in Jemen

Deutschland finanziert auch die Arbeit von Hilfsorganisationen wie Oxfam in Jemen, © Oxfam

28.02.2019 - Artikel

Deutschland hilft, die notleidende Bevölkerung Jemens zu versorgen. Bei der humanitären Geberkonferenz in Genf am 26. Februar 2019 sagte die Bundesregierung 100 Mio. Euro zu.

Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise weltweit. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Hälfte aller Kinder ist chronisch mangelernährt und hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Zwar hat es zuletzt Bewegung im politischen Prozess gegeben: Erstmals seit Jahren haben die jemenitischen Konfliktparteien Ende 2018 direkte Gespräche geführt und erste Vereinbarungen getroffen, etwa über eine Waffenruhe für Hodeidah und den Austausch von Gefangenen. Aber die Versorgungslage für Millionen Menschen bleibt höchst prekär. Außenminister Maas sagte am Rande seiner Afrika-Reise:

Wir können und werden über das Leid der Menschen in Jemen nicht hinwegsehen.

Der deutsche Beitrag: humanitäre Hilfe in Höhe von 100 Mio. Euro in diesem Jahr

Die Vereinten Nationen haben in ihrem humanitären Hilfsplan, dem Yemen Humanitarian Response Plan, den massiven Hilfsbedarf ermittelt: rund 4,2 Milliarden US-Dollar für 2019. Bei einer Geberkonferenz in Genf am 26.2. hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres mit allem Nachdruck an die internationale Gemeinschaft appelliert, zusätzliche Mittel für humanitäre Hilfe bereitzustellen.

Deutschland sagt für das laufende Jahr Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Jemen zu und ist damit nach Großbritannien der zweigrößte bilaterale Geber außerhalb der Region. Die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt Bärbel Kofler leitete die deutsche Delegation bei der Konferenz:

Deutschland leistet einen substanziellen Beitrag, um die humanitäre Krise in Jemen zu bewältigen. Humanitäre Hilfe ist am wirkungsvollsten, wenn sich alle Geber gemeinsam koordinieren und abstimmen.

Deutschland hilft verlässlich: 39 Mio. Euro sind schon fest verplant

Der Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt auf der Nahrungsmittelnothilfe, der Gesundheitsversorgung und im Bereich Trinkwasser, Sanitär, Hygienemaßnahmen sowie der Gewährleistung von humanitärem Schutz. Rund 39 Millionen Euro sind schon fest verplant, damit befindet sich gut ein Drittel der Mittel bereits in der Umsetzung.

Im Rahmen seiner Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen setzt sich Deutschland auch für den uneingeschränkten Zugang von Hilfsgütern und Helfern ein. Außenminister Maas sagte:

Genauso muss der Schutz der Zivilbevölkerung und ziviler Infrastruktur sichergestellt werden. Das schließt ausdrücklich auch Mitarbeiter und Einrichtungen ein, die notleidenden Menschen humanitäre und gesundheitliche Versorgung gewähren. Langfristig aber hilft nur, mit aller Ausdauer an einer politischen Lösung zu arbeiten, so komplex die Konfliktlage in Jemen auch ist.

Deutschland begleitet den politischen Prozess für einen dauerhaften Frieden in Jemen engagiert. Auch Stabilisierung und Entwicklungszusammenarbeit werden fortgeführt.

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