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Staatsministerin Böhmer empfängt japanischen Botschafter im Auswärtigen Amt Japan

17.03.2016 - Artikel

Staatsministerin Böhmer empfing am 16.03. den neuen japanischen Botschafter Takeshi Yagi. Zentrale Themen waren neben den bilateralen Beziehungen auch der Syrienkonflikt und gemeinsame Anliegen in der UNESCO.

Staatsministerin Böhmer empfing am Mittwoch (16.03.) den neuen Botschafter Japans, Takeshi Yagi, zu einem Antrittsbesuch im Auswärtigen Amt. Im Fokus des Gesprächs standen die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan, der Syrienkonflikt sowie gemeinsame Anliegen in der UNESCO.

Böhmer betonte, dass die außerordentlich guten bilateralen Beziehungen die Basis für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Länder auf internationaler Ebene bildeten. Sie dankte außerdem für Japans großes humanitäres Engagement für syrische Flüchtlinge. Nach dem Gespräch sagte Böhmer:

Japan ist ein wichtiger internationaler Akteur und ein Partner, auf den sich Deutschland verlassen kann und der auch in der Syrienkrise Verantwortung übernimmt.

Völkerverbindende Kraft der UNESCO

Staatsministerin Böhmer und Botschafter Yagi unterstrichen die politische Tragweite der während der UNESCO-Welterbekonferenz in Bonn im Juli 2015 erfolgten Schlichtung einer Kontroverse um die Nominierung japanischer Industriedenkmale aus der Meiji-Zeit, die auch für das Leid zwangsweise eingesetzter Arbeiter während des Zweiten Weltkrieges stehen. Die Bereitschaft Japans, im Besucherkonzept für die neue UNESCO-Welterbestätte von außerordentlichem universellem Wert auch ihre historischen Schattenseiten zu berücksichtigen, sei ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit und nachhaltigen Versöhnung in Asien. Sie habe Vorbildcharakter und stehe für die völkerverbindende Kraft der UNESCO, so Böhmer.

„39. Sitzung des UNESCO-Welterbe-Komitees“ (Artikel vom 09.07.2015)

Vertrauensbildung und Dialog in Asien

Staatsministerin Böhmer begrüßte zudem die im Dezember 2015 erfolgte Einigung der Regierungen Japans und der Republik Koreas zum Umgang mit den Opfern der Zwangsprostitution im Zweiten Weltkrieg. Beide Seiten haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, der helfen soll, das Leid und die Wunden der zumeist koreanischen Opfer der Zwangsprostitution zu heilen. Angesichts der vielen Krisen und Konflikte in der Welt sei diese Annäherung zweier wichtiger Partner im asiatisch-pazifischen Raum von großer Bedeutung. Sie könne Perspektiven für einen Neuanfang in den japanisch-koreanischen Beziehungen eröffnen und sei ein wichtiger Beitrag zur Vertrauensbildung und Dialog in Asien, so Böhmer.

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