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Europa heißt gelebte Freundschaft Italien

Außenminister Heiko Maas bei seinem Besuch in Italien in der Stadt Ravanusa

Außenminister Heiko Maas bei seinem Besuch in Italien in der Stadt Ravanusa, © Xander Heinl/photothek.net

09.05.2019 - Artikel

Heiko Maas diskutiert am Europatag mit Bürgerinnen und Bürgern auf Sizilien

Europa muss ein Projekt aller seiner Bewohnerinnen und Bewohner sein – dies ist Außenminister Heiko Maas am heutigen Europatag bei seinem Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern auf Sizilien besonders wichtig. In den Orten Ravanusa und Sutera, zwei deutsch-italienischen Partnergemeinden, geht es dem deutschen Außenminister in Bürgergesprächen heute vor allem ums Zuhören. Was bewegt die Menschen vor Ort und welche Erwartungen haben sie an Europa?

Vor dem Abflug nach Italien sagte Heiko Maas:

Ich freue mich darauf, den Europatag mit Bürgerinnen und Bürgern in Sizilien zu begehen. Sizilien ist für mich persönlich ein Symbol für gelebte Partnerschaft zwischen Italien und Deutschland. Europa findet eben nicht nur in Brüssel und den Hauptstädten statt, sondern in allen Teilen unseres schönen Kontinents. Das gemeinsame Projekt Europa lebt von den vielen Begegnungen der Menschen fern ab der großen Politik. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Wir wollen dabei auch deutlich machen, dass Sizilien mit seinen besonderen Herausforderungen nicht alleine steht. Denn Europa steht im Kern für Solidarität.

Gelebte enge Verbindung

Die enge Verbindung zwischen Italien und Deutschland ist beispielhaft für den Erfolg der Europäischen Union. Die Sizilianer, die in den 60er Jahren als „Gastarbeiter“ nach Deutschland gegangen sind, haben oft  - nicht nur wirtschaftlich - erfolgreiche Lebenswege eingeschlagen und sind Beispiele gelungener Integration. Es entstanden unzählige Partnerschaften und Freundschaften zwischen Menschen und zwischen Gemeinden und Regionen in Italien und Deutschland. Vor allem die Partnergemeinden zeigen die Vorteile des Europäischen Projektes und seines Binnenmarkts als Mechanismus zum Ausgleich unterschiedlicher Entwicklungsstände. Gleichzeitig steht der Süden Italiens vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt häufig bei über 50%. Knapp die Hälfte der in letzter Zeit ins Ausland emigrierten Italiener stammt aus dem Süden des Landes.

Die Reise von Außenminister Maas in die deutsch-italienischen Partnergemeinden soll auch verdeutlichen, dass Bürgerinnen und Bürger in Europa dieselben Werte leben. Die Gemeinden zeigen, wie stark die Orte Europas miteinander verzahnt sind und wie sehr die europäische Integration den Menschen nutzt und sie bereichert.

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