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Deutschland und Italien: Teamarbeit zum Wohle Europas Italien

Außenminister Heiko Maas trifft den italienischen Aussenminister Enzo Moavero.

Außenminister Heiko Maas trifft den italienischen Aussenminister Enzo Moavero., © Inga Kjer/photothek.net

24.07.2018 - Artikel

Außenminister Maas empfängt seinen italienischen Amtskollegen Enzo Moavero im Auswärtigen Amt.

Am 23.07. empfing Außenminister Maas seinen italienischen Amtskollegen Enzo Moavero zu dessen Antrittsbesuch in Berlin. Im Fokus des Gesprächs standen europapolitische und internationale Themen, insbesondere die Unterstützung der Anstrengungen Italiens zur Seenotrettung im Mittelmeer.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz betonte Außenminister Maas die enge Freundschaft zwischen Italien und Deutschland und die Rolle Italiens als „eine der traditionellen Stützen der Europäischen Union und damit auch der europäischen Idee.“ Italien gehöre schließlich nicht nur zu den ursprünglichen Architekten der Europäischen Union, sondern auch zu den „Designern, Handwerkern und Ingenieuren, die an diesem Projekt immer weiter gearbeitet haben.“

Maas: Solidarität darf nicht nur eine Floskel sein

Gemeinsam vor der Presse: Außenminister Heiko Maas und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero
Gemeinsam vor der Presse: Außenminister Heiko Maas und sein italienischer Amtskollege Enzo Moavero© Inga Kjer/photothek.net

Außenminister Maas sagte weiter, er spüre in Italien eine berechtigte Erwartung, dass Solidarität in der Europäischen Union nicht nur eine Floskel sein dürfe. Dies gelte insbesondere für gemeinsame Herausforderungen aller Mitgliedsländer wie die Jugendarbeitslosigkeit, Wirtschafts- und Finanzfragen und gerade die Frage der Migration.

Gleichzeitig betonte er, zwischen den Mitgliedsstaaten getroffene Vereinbarungen wie diejenige über die Seenotrettung müssten eingehalten und Änderungen einvernehmlich und im Rahmen der bestehenden Verfahren beschlossen werden.

Moavero: Italien steht zu Verpflichtungen

Außenminister Moavero betonte, Italien werde die Vereinbarungen zur Aufnahme von im Mittelmeer geretteten Flüchtlingen im Rahmen der europäischen Mission „Sophia“ weiter erfüllen und Gerettete auch in italienischen Häfen aufnehmen. Die Verständigung über eine angemessene Verteilung von Flüchtlingen und Migranten werde im Rahmen eines geordneten Überprüfungsverfahrens der bisherigen Mechanismen stattfinden. Die zuständigen europäischen Gremien werden sich in den kommenden Wochen mit dieser Frage beschäftigen. Beide Minister stimmten darin überein, dass die Bewältigung dieser Herausforderung eine Aufgabe für ganz Europa sei und die Lasten in Zukunft gerechter verteilt werden müssten.

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