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Italien: Kultur und Bildung Italien

22.08.2019 - Artikel

Kultur

Die kulturelle Tradition Italiens reicht weit in die Geschichte zurück. Aus den Glanzzeiten des Römischen Reiches, der Renaissance und des Barocks speist sich das kulturelle Selbstverständnis des heutigen Italien, das weltweit die meisten UNESCO-Welterbestätten vorweisen kann (insgesamt 53, davon 48 Kultur- und 5 Naturerbestätten).

Die Zuständigkeit für die staatliche Kulturförderung hat das Ministerium für Kulturgüter, kulturelle Aktivitäten und Tourismus (Ministero dei Beni e delle Attività Culturali e del Turismo). Die Schwerpunkte der italienischen auswärtigen Kulturpolitik sind die kulturelle Programmarbeit (geleistet durch 83 staatliche Kulturinstitute weltweit) und die Förderung der italienischen Sprache (durch die weltweit 489 Zweigstellen der Dante-Alighieri-Gesellschaft, davon 401 im Ausland und 88 in Italien).

Bildungswesen

Die Zuständigkeit für das Bildungswesen in Italien liegt zentral beim Ministerium für Bildung, Universität und Forschung (Ministero dell’Istruzione, dell’Università e della Ricerca).

Das Schulwesen gliedert sich entsprechend Primarstufe und Sekundarstufe I in die „Scuola Primaria“ und die „Scuola Secondaria di Primo Grado“. In der Sekundarstufe II (ab dem 9. Schuljahr) besteht die Wahl zwischen verschiedenen Schultypen, die alle zur Hochschulreife führen können: das dem Gymnasium vergleichbare Liceo sowie die berufsvorbereitenden Istituti Tecnici bzw. Istituti Professionali. Im Tertiärbereich folgen die Universitäten dem System des Bologna-Prozesses.

Im Bereich des Fremdsprachenunterrichts an den Schulen ist in den letzten Jahren eine Konzentration auf das Englische feststellbar, zu Lasten anderer Fremdsprachen.

Wissenschaft und Forschung profitieren von zahlreichen internationalen Kooperationsbeziehungen und erbringen, wo diese für stabile Rahmenbedingungen sorgen, hervorragende Leistungen, insbesondere in einigen Exzellenzzentren. Dennoch erlebt Italien aufgrund der Arbeitsmarktsituation seit Jahren eine Abwanderung von Wissenschaftlern und Forschern, auch in Richtung Deutschland.

Medien

Umbrüche in der Medienlandschaft setzen sich fort. Während Zeitungen weiter Verkaufseinbrüche verzeichnen und Einsparungen realisieren müssen, bleibt das Fernsehen dominierendes Medium und erreicht weiterhin 92,2 Prozent der Italiener. Soziale Medien hingegen bauen ihre Marktanteile weiter aus, sind aus der politischen Meinungsbildung, inkl. crossmedialer Wirkung, nicht mehr wegzudenken und beschleunigen eine Fragmentierung der Öffentlichkeit.

*Quellen: Ministero dei Beni e delle Attività Culturali e del Turismo, Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale, Società Dante Alighieri.

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