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Wirtschaft Italien

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Stand: Juni 2018

Allgemeine Wirtschaftslage

Italiens Volkswirtschaft erlebte nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um ca. 9 Prozent gegenüber dem Vorkrisenhoch (2008) im Kalenderjahr 2015 erstmals wieder ein Wachstum von 0,8 Prozent und 2016 in Höhe von 0,9 Prozent und 2017 in Höhe von 1,5 Prozent. Im Außenhandel konnte 2017 sowohl ein Wachstum der Exporte um 7,4 Prozent als auch der Importe um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Der bereits bestehende Handelsbilanzüberschuss wurde weiterhin ausgebaut und lag  2017 bei    47,45 Mrd. Euro. Deutschland ist wichtigster Handelspartner Italiens mit einem Anteil von 12,5Prozent an den italienischen Exporten und 16,3 Prozent an den italienischen Importen. Die Inflationsrate lag 2017 bei 1,2 Prozent (2016 -0,1 Prozent).

Bedingt durch die krisenhafte Entwicklung ist die italienische Schuldenquote von 105,7 Prozent des BIP 2008 (nach alter Berechnungsmethode) auf 112,5 Prozent im Jahr 2009 (nach neuer Berechnungsmethode Sec 2010) und schließlich im Jahr 2017 auf  131,8 Prozent gestiegen. Das jährliche strukturelle Haushaltsdefizit hingegen sank von 0,7 Prozent im Jahr 2014 auf 0,5 Prozent im Jahr 2015, in den Jahren 2016 und 2017 betrug es  1,3 Prozent und 1,1 Prozent.

Der Arbeitsmarkt erfuhr im Jahr 2016 bei nach wie vor hohen Arbeitslosenquoten eine leichte Erholung. Die Arbeitslosenquote betrug im  April 2018  11,2 Prozent gegenüber 11,7 Prozent im Jahresmittel 2016. Gleichzeitig bleibt auch die Beschäftigtenquote mit 58, 4 Prozent 2018 weiterhin niedrig. Auf besorgniserregendem hohem Niveau verharrt auch die Jugendarbeitslosigkeit, wenngleich sie von 40,3 Prozent im Jahr 2015 auf zunächst 37,8 Prozent im darauffolgenden Jahr und weiter auf  33,1 Prozent im Jahr 2018 sank. Zudem bestehen weiterhin starke regionale Ungleichgewichte, der Süden ist von der (Jugend-)Arbeitslosigkeit deutlich stärker betroffen als der Norden.

Die Energieversorgung Italiens ist durch eine sehr hohe Importabhängigkeit gekennzeichnet, ca. 79 Prozent des Energiebedarfs wird importiert. Mit dem Referendum vom 12./13. Juni 2011 hat sich Italien gegen die Wiedereinführung der Nuklearenergie ausgesprochen. Die Nachfrage nach Energie wird zu ca. 36 Prozent durch Erdöl, zu 35 Prozent durch Gas, zu 15 Prozent durch erneuerbare Energien, zu 9 Prozent durch feste Brennstoffe und zu 5 Prozent durch importierte Elektrizität gedeckt. Bei den erneuerbaren Energien ist in den nächsten Jahren bei Solar- und Windenergie weiterhin mit einem – wenn auch verlangsamten - Wachstum zu rechnen. Der Biomasse- und Biogas-Bereich gewinnt langsam an Bedeutung, jedoch auf niedrigem Niveau. Eine neue Gesetzgebung drosselt seit Juni 2014 die Subventionen für erneuerbare Energien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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