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Kick it like Germany and Israel – Schriftsteller am Ball Israel

15.04.2015 - Artikel

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – das sind auch zivilgesellschaftlicher Austausch und gelebtes Miteinander. Dazu fand am 12.-13. April ein Schriftsteller-Symposium in Berlin statt.

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – das ist nicht nur hohe Politik und Diplomatie, sondern vor allem zivilgesellschaftlicher Austausch und gelebtes Miteinander. Ging es früher vorrangig um Vergangenheitsbewältigung, so sind heute auch freundschaftliche Begegnungen und kulturelle Verbundenheit Teil der gesellschaftlichen Realität. Mittlerweile leben über 20.000 Israelis in Berlin, reisen jährlich tausende Deutsche nach Tel Aviv und Jerusalem und spielen die Autoren-Nationalmannschaften aus beiden Ländern gegeneinander Fußball.

Schriftsteller diskutieren im Radialsystem
Schriftstellerinnen und Schriftsteller diskutieren im Radialsystem© Dirk Bleicker

Wie die dritte Generation in Deutschland und Israel diesen Wandel vor dem Hintergrund der Geschichte erlebt, erzählen prominente Autorinnen und Autoren aus Deutschland und Israel in dem von Norbert Kron und Amichai Shalev auf Deutsch und Hebräisch herausgegebenen und vom Auswärtigen Amt geförderten Buch "Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen".

Gedenken und gemeinsam tanzen war auch das Motto des Symposiums am 12. und 13. April in Berlin, bei denen die Buchautoren über das Hier und Jetzt der deutsch-israelischen Beziehungen diskutierten, aber auch nebenbei mit Lehrern und Schülern eines Berliner Gymnasiums gegen den Ball traten. Die Veranstaltung wurde von den Herausgebern Kron und Shalev gemeinsam kuratiert und vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt. Den nötigen Sound lieferte die Tel Aviver Kultband "The Mouth and Foot" des israelischen Autors Assaf Gavron.

Diplomatie, Kultur und das Verständnis für die Anderen

Bei der Abschlussveranstaltung im Berliner "Radialsystem" betonte Andreas Görgen, Leiter der Kultur- und Kommunikationsabteilung im Auswärtigen Amt, die Bedeutung des kulturellen Austauschs zwischen den Menschen beider Länder. So ermögliche erst die Diplomatie der Kultur ein besseres Verständnis des Anderen.

Autoren-Nationalmannschaften beim Fußballspiel
Autoren-Nationalmannschaften beim Fußballspiel© Dirk Bleicker

In der anschließenden Diskussion stellten Norbert Kron und Amichai Shalev die Intention des Buches heraus – es gehe nicht darum, das Geschehene zu vergessen, sondern zusätzlich um das, was beide Gesellschaften heute miteinander verbinde. Und das ist offenbar eine ganze Menge – auch jenseits von Fußball.

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