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Irak: Wirtschaftspolitik Irak

29.05.2019 - Artikel

Aktuelle wirtschaftliche Lage

Der Reichtum an fossilen Brennstoffen bildet die Basis der irakischen Wirtschaft: Mit geschätzten 150 Milliarden Fass verfügt das Land über die fünftgrößten Öl-, mit 3,6 Milliarden Kubikmeter über die zwölftgrößten Erdgasreserven der Welt.

Das irakische Bruttoinlandsprodukt lag 2018 bei geschätzten 230,9 Milliarden US-Dollar. Das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2018 geschätzt 5.793 US-Dollar. Die Weltbank prognostiziert für 2019 ein Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent.

Der Haushalt in Höhe von 112 Milliarden US-Dollar für 2019 sieht im Vergleich zu 2018 mit ca. 88 Milliarden US-Dollar einen deutlichen Anstieg der Ausgaben vor. Die Berechnungen legen einen Ölpreis von 56 US-Dollar pro Barrel zugrunde und kalkulieren mit Einnahmen von 89,3 Milliarden US-Dollar.

Die Gesamtstaatsverschuldung ist auch 2018 weiter zurückgegangen auf geschätzte 51,8 Prozent des BIP. Die Inflationsrate lag 2018 geschätzt bei zwei Prozent. Unterstützung bei der Haushaltskonsolidierung erfährt Irak durch internationale Finanzinstitutionen. Mitte 2016 bewilligte der IWF ein Beistandsabkommen, welches Irak in den kommenden drei Jahren weitere IWF-Kredite sowie zusätzlich Budgethilfen der Weltbank ermöglicht. Außerdem bestehen Budgethilfen der Weltbank in Höhe von drei Milliarden US-Dollar.

Deutschland stellt Irak einen ungebundenen Finanzkredit in Höhe von 500 Millionen Euro zur Stabilisierung der von IS befreiten Gebiete zur Verfügung.

Die politische und wirtschaftliche Lage hat Auswirkungen auf Investitionen in die Infrastruktur des Landes. Dringender Investitionsbedarf besteht u.a. im Bereich der Gesundheitsfürsorge, der Elektrizitäts- und Wasserversorgung und der Ölindustrie.

Deutsche Wirtschaftsbüros in Bagdad und Erbil

Seit Anfang 2009 besteht in Bagdad ein Deutsches Wirtschaftsbüro. Seit April 2019 bietet das DWI Bagdad der wachsenden Zahl von Wirtschaftsakteuren in Deutschland und in Irak praktische Unterstützung sowie vielfältige Dienstleistungen an. Seit Februar 2010 stellt auch in Erbil ein Deutsches Wirtschaftsbüro seine Dienstleistungen zur Verfügung.

Wirtschaftssektoren: Ölsektor

Der Ölsektor bestimmt die irakische Volkswirtschaft. Aus dem Ölgeschäft speisen sich aktuell rund 90 Prozent der Staatseinnahmen und 99 Prozent der Exporterlöse. Derzeit exportiert Irak aufgrund einer Vereinbarung der OPEC weniger als vier Millionen Barrel Erdöl pro Tag, könnte aber auf fünf Millionen Barrel pro Tag erhöhen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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