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Bundesregierung stellt Weichen für Verlängerung des Ausbildungseinsatzes im Irak Irak

11.01.2017 - Artikel

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (11.01.) die Weichen für die Verlängerung des Ausbildungseinsatzes der Bundeswehr im Nordirak gestellt.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (11.01.) die Weichen für die Verlängerung des Ausbildungseinsatzes der Bundeswehr im Nordirak gestellt. Bis zu 150 deutsche Soldaten helfen derzeit im Rahmen des Einsatzes bei der Ausbildung der kurdischen Peschmerga in ihrem Kampf gegen die Terrormiliz IS.

Die Minister Steinmeier und von der Leyen vor der Presse
Die Minister Steinmeier und von der Leyen vor der Presse© Photothek/Gottschalk

Die Unterstützung für die nord-irakischen Peschmerga-Kämpfer soll verlängert werden. Das hat die Bundesregierung am Mittwoch (11.01.) auf Vorschlag von Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen beschlossen. Demnach sollen auch weiterhin bis zu 150 deutsche Soldatinnen und Soldaten kurdische Peschmerga und irakische Streitkräfte ausbilden. Die Verlängerung des Einsatzes muss noch vom Bundestag gebilligt werden.

Wichtiger Beitrag zur Unterstützung des Irak im Kampf gegen IS

Die gemeinsam mit internationalen Partnern geleistete Ausbildungsunterstützung der Bundeswehr im Nordirak ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den IS. Seit Beginn der multinationalen Ausbildung wurden bereits ca. 12.000 Kräfte im Nord-Irak und in Deutschland ausgebildet, darunter Angehörige nationaler Minderheiten. Zudem wurden irakische Streitkräfte in Deutschland ausgebildet.

IS zunehmend in der Defensive

Peschmerga-Truppen beteiligen sich an der Operation zur Befreiung mehrerer Dörfer südöstlich von Mossul
Peschmerga-Truppen beteiligen sich an der Operation zur Befreiung mehrerer Dörfer südöstlich von Mossul© dpa/picture-alliance

Vor allem im Norden des Irak ist es kurdischen und irakischen Kräften mit Unterstützung der internationalen Koalition gelungen, den IS in die Defensive zu bringen und wesentlich zu schwächen. Insgesamt konnte der Vormarsch der Terrororganisation seit Beginn der internationalen Bemühungen aufgehalten werden. Der IS ist auf wenige Kerngebiete zurückgedrängt worden.

Deutschlands Engagement in der Ausbildungsunterstützung leistet hierzu in Koordination mit den internationalen Partnern einen wichtigen Beitrag.

Partner im Nordirak brauchen weiter Unterstützung

Training eines kurdischen Peschmerga-Kämpfers durch einen Soldaten der Bundeswehr
Training eines kurdischen Peschmerga-Kämpfers durch einen Soldaten der Bundeswehr© Bundeswehr/Wilke

Auch wenn die militärische Unterstützung der Peschmerga in ihrem Kampf gegen den IS Wirkung zeigt, ist die Auseinandersetzung noch nicht beendet.

Mit Hilfe der Verlängerung des Mandats soll sich die Bundeswehr daher weiter an der Ausbildung der Peschmerga beteiligen. Der Einsatz deutscher Kräfte soll unverändert in der Region Kurdistan-Irak erfolgen.

Vielschichtiges deutsches Engagement

Bereits Ende August 2014 hatte die Bundesregierung auf Bitten der irakischen Seite sowie der kurdisch-irakischen Kräfte beschlossen, die Peschmerga-Kämpfer zu unterstützen. Das deutsche Engagement findet im Rahmen der internationalen Allianz gegen den Terror statt, an der sich mehr als 60 Staaten beteiligen. Deutschland leistet zudem kontinuierlich humanitäre Hilfe für die leidenden Menschen und engagiert sich in der Stabilisierung des Irak.

Zum Weiterlesen:

Kampf gegen den Terror

Länderinformationen Irak

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