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Staatsministerin Böhmer trifft irakische Christen Irak

20.08.2014 - Artikel

Mit einer Delegation in Deutschland lebender irakischer Christen sprach die Staatsministerin über die alarmierende Situation der Christen im Irak.

Staatsministerin Böhmer (Mitte) mit der Delegation irakischer Christen
Staatsministerin Böhmer (Mitte) mit der Delegation irakischer Christen© AA

Staatsministerin Maria Böhmer traf am 20.08. eine Delegation in Deutschland lebender irakischer Christen zu einem Gespräch über die alarmierende Situation der Christen im Irak.

Angesichts des Terrors der ISIS stehen die irakischen Christen vor einer fundamentalen Bedrohung ihrer Existenz. Die Staatsministerin zeigte sich darüber zutiefst besorgt und gab ein klares Bekenntnis zum Verbleib der Christen in der arabischen Welt ab:

Christen müssen auch im Irak und in Syrien sicher leben und in Sicherheit ihre Religion ausüben können. Das ist der Bundesregierung und auch mir persönlich ein wichtiges Anliegen.

Ein weiteres Gesprächsthema war die dramatische humanitäre Situation der Flüchtlinge im Irak. Die Staatsministerin berichtete über das große Engagement der Bundesregierung im Bereich der humanitären Hilfe und hob die große Hilfsbereitschaft der Bürger, zahlreicher Nichtregierungsorganisationen und insbesondere der Kirchen hervor.

Humanitäre Hilfe: Enge Kooperation mit Kirchen

Die Besucher zeigten sich besorgt darüber, dass die humanitären Hilfsleistungen gerade die besonders betroffenen christlichen Gemeinden vor Ort oft nicht erreichten. Die Staatsministerin verwies auf die enge Kooperation mit den Kirchen und kirchlichen Hilfswerken im Bereich der humanitären Hilfe. Sie dankte ihren Besuchern für das Angebot, sie regelmäßig über die Situation ihrer betroffenen Glaubensbrüder vor Ort zu informieren:

Sie haben unmittelbare persönliche Kontakte, Familienangehörige und Freunde in Irak. Nur durch direkte Rückmeldung von Betroffenen können wir erfahren, was gebraucht wird und was ankommt. Das ist wichtig, denn eine schnelle Lösung der Krise ist leider kaum in Sicht. Und gerade der Winter wird zu einer großen humanitären Herausforderung werden.

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