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Menschenrechtsbeauftragte Kofler reist nach Indien Indien

Menschenrechtsbeauftragte Kofler in Indien

Menschenrechtsbeauftragte Kofler in Indien, © AA

26.10.2018 - Artikel

Während ihrer einwöchigen Reise führte Bärbel Kofler politische Gespräche zur Menschenrechtslage. Frauenrechte und Verantwortung der Wirtschaft standen im Fokus.

Vom 21. Bis 26. Oktober reiste die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe Bärbel Kofler nach Delhi, Mumbai und in die nordindischen Regionen Jarkhand und Gujarat. Dort sprach sie mit Regierungsvertretern, der indischen Menschenrechtskommission und dem Obersten Gerichtshof. Im Fokus standen menschenrechtliche Herausforderungen in Deutschland und in Indien, mit besonderem Schwerpunkt auf Frauenrechten und der menschenrechtlichen Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen.

Frau  Kofler unterstrich, dass beide Länder noch mehr tun müssen und hob Möglichkeiten zur Zusammenarbeit hervor:

In Deutschland wie in Indien gibt es im menschenrechtlichen Bereich Herausforderungen, vor denen wir stehen. Der Austausch mit der Nationalen Menschenrechtskommission, die seit 25 Jahren besteht, ist daher wichtig.

Frauenrechte stärken

Zu einem Zeitpunkt,  wo auch in Indien intensiv in allen Medien die „MeToo“-Debatte geführt wurde,  tauschte die sich Menschenrechtsbeauftragte mit Frauenrechtlerinnen darüber aus, wie man Gleichberechtigung schrittweise näher kommen und wie man sich Gewaltanwendung entgegenstellen kann. Außerdem ging es um die Stärkung des gesellschaftlichen Diskurses zur Akzeptanz anderer Meinungen, Räume für freie Meinungsäußerung, sowie die Presse- und Versammlungsfreiheit.

Verantwortung der Privatwirtschaft für würdige Arbeits-und Lebensbedingungen

Menschenrechtsbeauftragte Kofler in Indien
Menschenrechtsbeauftragte Kofler in Indien© AA

Ein weiterer Schwerpunkt Reise der Menschenrechtsbeauftragten war der Einsatz deutscher und indischer Wirtschaftsunternehmen für die Menschenrechte ihrer Mitarbeiter. Frau Kofler besuchte eine Kohleabbauregion im Landesinneren, wo viele Menschen insbesondere der schwächeren Gesellschaftsschichten direkt von Umsiedlungen betroffen sind und tauschte sich mit Gewerkschaften in Ahmedabad aus. Frau Kofler unterstrich die Verantwortung deutscher Unternehmen:

Deutschland hat einen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte auf den Weg gebracht. Er formuliert klare Erwartungen an die Deutsche Wirtschaft und ihre menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten.

Dies konnte Kofler auch auf einer Konferenz mit Vertretern der deutschen und indischen Wirtschaft in Mumbai deutlich machen. Sie betonte auch, dass Indien und Deutschland noch stärker in diesem Bereich zusammenarbeiten sollten.

Weitere Informationen:

Interview der Menschenrechtsbeauftragten Kofler mit der Deutschen Welle

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