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Bildung, Kultur, Medien Hongkong

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Stand: Oktober 2018

Bildung

Es ist das erklärte Ziel der Regierung, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Hongkong auch im Bildungssektor zu stärken, langfristig zu sichern und hier einen „Regional Education Hub“ für Ostasien zu etablieren. Damit tritt Hongkong in direkte Konkurrenz zu Singapur und Australien. Die Regierung setzt für den Bildungsbereich erhebliche öffentliche Mittel ein. Im Haushaltsjahr 2017/2018 wurden Ausgaben von umgerechnet etwa 9,8 Milliarden Euro getätigt, was einen Anteil von 18,2 % der laufenden Regierungsausgaben ausmacht.

Das Erziehungssystem Hongkongs folgt weitgehend dem britischen Vorbild.

Es gibt 53 internationale Schulen mit circa 43.600 Plätzen, darunter die 1969 gegründete renommierte Deutsch-Schweizerische Internationale Schule. Seit Einführung der Muttersprachenpolitik drängten zunehmend chinesisch-sprachige Schüler in die englischsprachigen Schulen/Zweige der internationalen Schulen

In Hongkong gibt es acht öffentliche Hochschulen, elf weitere sich selbst finanzierende Institutionen der höheren Bildung sowie die (staatlich finanzierte) „Hong Kong Academy for Performing Arts“. Hongkong liegt weltweit an zwölfter Stelle bei den für ausländische Studenten beliebtesten Studienstandorten (QS-Ranking 2018). Im internationalen Ranking erreichen die Hongkonger Universitäten regelmäßig beachtliche Platzierungen; unter den weltweit 200 besten Universitäten befinden sich fünf aus Hongkong:

  1. The University of Hong Kong– HKU (THE Ranking 40)
  2. Hong Kong University of Science and Technology – HKUST (THE Ranking 44)
  3. Chinese University of Hong Kong– CUHK (THE Ranking 58)
  4. City University of Hong Kong – CityU (THE Ranking 119)
  5. The Hong Kong Polytechnic University – PolyU (THE Ranking 182)

(Quelle: Times Higher Education (THE), WorldUniversityRankings 2018)

Kultur

Der Hongkonger Kulturbetrieb zeichnet sich durch überdurchschnittliche Finanzmittel aus öffentlichem Budget und hohen Sponsoreneinnahmen aus. Kulturelle Großveranstaltungen (u.a. Hong Kong Arts Festival, Art Basel Hong Kong, Hong Kong International Film Festival, Hong Kong International Literary Festival, Hong Kong Book Fair und die Verpflichtung international renommierter Künstler und Orchester, darunter auch aus Deutschland, unterstreichen Hongkongs hohen Anspruch, „Asiens Weltstadt“ zu sein. Mit der Verwirklichung des Großvorhabens „West Kowloon Cultural District“, einem auf aufgeschüttetem Land errichteten Kulturbezirk mit Theatern, Museen und Freiarealen für Kulturveranstaltungen wird Hongkong mittelfristig über eine in der Region einmalige Infrastruktur für Kunst und Kultur verfügen. Die Anlagen des ersten Bauabschnittes, darunter ein Park und ein Museum sollen Ende 2018 fertiggestellt sein.

Im Sport gibt es einige herausragende jährlich stattfindende Veranstaltungen das Rugby-Turnier „Hong Kong Sevens“ sowie die traditionellen Drachenboot-Wettbewerbe, an denen auch Teams aus Deutschland mit Erfolg teilnehmen. Die wöchentlich stattfindenden traditionsreichen Hongkonger Pferderennen sind außerordentlich beliebt.

Medien

Hongkong hat eine der höchsten Zeitungsleserdichten Asiens. Die Stadt ist zugleich das weltgrößte Zentrum für chinesisch-sprachige Publikationen. Die Hongkonger Bevölkerung ist durch eine lebhafte Medienlandschaft sehr gut informiert. Neben den Print- und Online-Medien stehen diverse Radio- sowie circa 800 örtliche und regionale Fernsehkanäle zur Verfügung.

Die Medienlandschaft ist vielfältig; in Hongkong erscheinen circa 700 Publikationen, darunter 68 Zeitungen. Englischsprachige Tageszeitungen sind South China Morning Post (Auflage: durchschnittlich 100.000), The Standard (circa 231.000) und China Daily (HK Edition). Wichtigste chinesisch-sprachige Zeitungen sind Oriental Daily (circa 530.000), Sing Tao (circa 350.000), Apple Daily (circa 318.000), Ming Pao (circa 120.000), Wen Wei Po (circa 100.000), Hong Kong Economic Journal (circa 62.000) und Hong Kong Economic Times (circa 86.000). In Hongkong gibt es ferner fünf japanisch-sprachige Tageszeitungen. Die deutschsprachige Gemeinde gibt seit 2011 das Monatsmagazin „inhk“ heraus.

Es gibt zwei private TV-Stationen, TVB und HKTVE (ViuTV), den öffentlichen Sender „Radio Television Hong Kong“ (RTHK), die Kabelsender „Cable TV“ und „nowTV“ sowie 17 Satellitensender. Ferner gibt es fünf Radiostationen (neben RTHK vier kommerzielle Anbieter), Hongkongs Mobilfunkmarkt ist weit entwickelt, die Mobilfunkversorgung der Bevölkerung ist eine der höchsten der Welt Die Internetversorgung mit Breitbandtechnik erreicht 93 % aller Haushalte, womit Hongkong international ebenfalls zu den Spitzenreitern gehört. Es stehen über 56.000 öffentliche „Wi-Fi Hotspots“ zur Verfügung.

Hongkong als internationaler Medienstandort

Mehrere internationale Medienorganisationen unterhalten Büros in Hongkong. Hier werden die Regionalausgaben internationaler Zeitungen gedruckt, darunter „International New York Times“, „The Financial Times“, „The Wall Street Journal Asia“, „USA Today International“ und „The Nikkei“. Ein Schweizer Wirtschaftskorrespondent berichtet für deutschsprachige Medien (unter anderem Börsenzeitung Frankfurt) aus Hongkong. Ferner sind eine Hongkonger dpa-Korrespondentin, ein GTAI-Korrespondent und einige deutschsprachige Journalisten („Freelancer“) vor Ort. Channel News Asia, CNBC, CNN und Phoenix TV unterhalten Studios in Hongkong.

In Hongkong herrscht Presse- und Meinungsfreiheit, die in Artikel 27 des Hongkonger Grundgesetzes festgeschrieben ist. Es gibt in Hongkong keine staatliche Zensur. Ein Teil der Medien vermeidet gleichwohl Kritik an der Hongkonger Regierung und insbesondere an der Zentralregierung in Peking. Diese in den letzten Jahren zunehmende „Selbstzensur sowie die Einflussnahme Festlandchinas auf die Medien, zum Beispiel durch den Aufkauf der wichtigsten Hongkonger Tageszeitungen (prominentestes Beispiel der Kauf der SCMP durch den chinesischen Internet-Milliardär Jack Ma (Alibaba)), führen zu anhaltenden Diskussionen in Hongkongs Öffentlichkeit über die Wichtigkeit der Bewahrung von Presse- und Medienfreiheit in der Sonderverwaltungsregion. Die Diskussion hat im Oktober 2018 durch die Verweigerung der Verlängerung des Visums für den Vize-Präsidenten des „Foreign Correspondent Clubs“ Momentum angenommen, der eine Diskussionsveranstaltung mit dem Vorsitzenden einer pro-Unabhängigkeitspartei moderiert hatte.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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