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Beziehungen zu Deutschland Guinea-Bissau

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Stand: Oktober 2018

Die Bundesrepublik Deutschland hat Guinea-Bissau am 12. August 1974 als Staat anerkannt und 1975 diplomatische Beziehungen aufgenommen. Vor dem Ende des Ost-West-Konflikts war insbesondere die DDR im sozialistischen Guinea-Bissau stark engagiert. Zahlreiche Bissauer, darunter auch der 2012 verstorbene Staatspräsident Malam Bacai Sanhá, haben in der früheren DDR studiert. 

Seit der Unabhängigkeit kam es in Guinea-Bissau zu häufigen Regierungswechseln und wiederkehrenden Krisen. Eine kurze Phase der demokratischen Erneuerung endete im Augst 2015 abrupt mit der Entlassung des damaligen Premierministers Pereira. Seitdem herrscht eine politische Krise zwischen den staatlichen Verfassungsorganen, die Parlamentsarbeit ist fast vollständig blockiert. Die afrikanische Regionalorganisation Economic Community of West African States (ECOWAS) und die Afrikanische Union versuchen, zwischen den Parteien zu vermitteln. Seit 2012 tragen Truppen der ECOWAS zur Stabilisierung der Lage bei. Zudem gibt es eine Friedensmission der Vereinten Nationen in Guinea-Bissau, die UNIOGBIS (United Nations Integrated Peacebuilding Office in Guinea-Bissau).

Es gibt seit 1998 keine bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mehr. Deutschland unterstützt aber weiterhin gemeinsam mit den Institutionen der EU, internationalen Organisationen und bilateralen Partnern die politischen Stabilisierungs- und wirtschaftlichen Reformanstrengungen des Landes. Daneben fördert Deutschland Projekte zivilgesellschaftlicher Organisationen (Weltfriedensdienst, Caritas) und Kleinstprojekte lokaler Organisationen, die von der Botschaft Dakar betreut werden.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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Straßenszene in Bissau
Straßenszene in Bissau© picture alliance / dpa
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