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Internationale Dossiers gemeinsam angehen: Außenminister Maas in Großbritannien Großbritannien / Vereinigtes Königreich

Außenminister Maas und der britische Außenminister Raab bei einer gemeinsamen Pressebegegnung

Außenminister Maas und der britische Außenminister Raab bei einer gemeinsamen Pressebegegnung, © Thomas Imo/photothek.net

22.07.2020 - Artikel

Mit Großbritannien arbeitet Deutschland eng zusammen: in den Vereinten Nationen und der Nato oder zusammen mit Frankreich im Iran-Dossier. Mit seinem britischen Kollegen Raab spricht Außenminister Maas an einem besonderen Ort über die Zusammenarbeit in außenpolitischen Fragen von Nahost bis China.

Umgang China und Russland, Krisen in Nah- und Mittelost, Zusammenarbeit in der NATO

Bei dem Besuch in Großbritannien stehen eine ganze Reihe bilateraler und internationaler Fragen auf dem Programm. Mit Blick auf die Entwicklungen in Hongkong, wo Großbritannien als ehemalige Kolonialmacht stark involviert ist, wird es darum gehen, sich gegenüber China eng abzustimmen. Zudem sprechen die Außenminister über russischer Einflussnahme in Europa.

Zwei Männer richten vor einem Haus eine umgefallene deutsche Flagge, links steht eine britische Flagge
Außenminister Maas und sein britischer Amtskollege Raab im Chevening House, dem Amtssitz des britischen Außenministers© Thomas Imo/photothek.net

Gemeinsam mit Frankreich arbeiten Deutschland und Großbritannien zudem eng als sogenannte E3 zusammen. Sie sind die europäischen Unterzeichner der Wiener Nuklearvereinbarung mit Iran und setzen sich für einen Erhalt der Vereinbarung ein. Auch im Nahostfriedensprozess stimmen sich die beiden Länder eng ab: beide haben sich wiederholt gegen die Annexionspläne der israelischen Regierung ausgesprochen und setzen sich für eine zwischen Israel und den Palästinensern verhandelte Zwei-Staaten-Lösung ein.

Weitere zentrale Themen sind die gemeinsame Arbeit in der Nato, die aktuellen Spannungen im östlichen Mittelmeer und die transatlantischen Beziehungen. Denn auch nach dem Brexit bleibt Großbritannien ein wichtiges Bindeglied zwischen den USA und Europa.

Wie geht’s weiter nach dem Brexit?

Auch wenn es beim Gespräch über die zukünftige Zusammenarbeit von Deutschland und Großbritannien in außenpolitischen Fragen gehen wird, ist klar: Deutschland unterstützt EU-Verhandlungsführer Michel Barnier und die Europäische Kommission in ihren Verhandlungen mit Großbritannien nach Kräften. Dabei sieht es die Bundesregierung als ihre Aufgabe an, Barnier den Rücken zu stärken und auch in der heißen Phase der Verhandlungen die EU-Solidarität zu erhalten. Ziel sind weiterhin möglichst enge Beziehungen zu Großbritannien. Grundlage dafür ist aus deutscher Sicht die Politische Erklärung von EU und Großbritannien. Gegenüber seinem britischen Amtskollegen setzt sich Außenminister Maas auch nach dem Brexit für eine enge Zusammenarbeit zwischen Europa und Großbritannien in außen- und sicherheitspolitischen Fragen ein.

Regelmäßiger Austausch

Die beiden Außenminister haben sich erst Mitte Juni in Berlin gesprochen, als sie im E3-Format mit ihrem französischen Amtskollegen Le Drian zusammentrafen. Nun hat der britische Außenminister seinen Amtskollegen Maas nach London - oder genauer in die Nähe von London - eingeladen. Dort liegt Chevening House, das Gästehaus des britischen Außenministers. Für Maas ist es der erste Besuch in Großbritannien nach dem Amtsantritt von Raab.

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