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Großer Respekt für Griechenlands Reformanstrengungen Griechenland

BM Maas trifft griechischen Aussenminister

BM Maas trifft griechischen Aussenminister, © Inga Kjer/photothek.net

30.05.2018 - Artikel

Beim Besuch des griechischen Außenministers Nikos Kotzias in Berlin ging es neben dem Reformprogramm auch um die Notwendigkeiten eines geeinten Europas in der krisengeplagten Welt.

Seit Jahren dominiert die Schuldenkrise die griechische Politik. Die Reformanstrengungen der griechischen Regierung würdigte Heiko Maas gegenüber seinem Amtskollegen Nikos Kotzias am 29.5. in der Villa Borsig in Berlin. Neben dem transatlantischen Verhältnis, Russland und China standen vor allem europäische Themen sowie die deutsch-griechischen Beziehungen im Fokus. Hier hat Außenminister Maas besonders die Reformbemühungen der griechischen Seite hervorgehoben:

„Griechenland hat sehr viel Energie in die Bewältigung der Schuldenkrise gesteckt. Dafür gebührt ihnen großer Respekt. Es freut mich sehr, dass sich die griechische Haushaltslage in den letzten Jahren verbessert hat. Wir wissen: Das war nicht einfach.“

Das dritte wirtschaftliche Anpassungsprogramm für Griechenland wird im August zum Abschluss kommen. Nun sei es wichtig, so Maas weiter, dass die griechische Wirtschaft ihre positive Entwicklung auch langfristig fortsetzen könne.
Das bilaterale Verhältnis zwischen Deutschland und Griechenland ist vielfältig: Neben einem engen politischen Austausch gibt es auch in Bereichen wie Wissenschaft und Technologie sowie Kultur und Bildung viel Kooperation. Ein deutsch-griechisches Jugendwerkes soll noch dieses Jahr gegründet werden, intensive Vorbereitungen dazu laufen bereits.

BM Maas trifft griechischen Aussenminister
BM Maas trifft griechischen Aussenminister© Inga Kjer/photothek.net


Bei globalen Herausforderungen  - mehr Europa

Im Hinblick auf die gemeinsamen Herausforderungen für Europa betonte Maas: „In Europa wird in den letzten Wochen immer deutlicher, dass die Antwort auf die großen globalen Herausforderungen nur ein geeintes Europa sein kann. Kein Land ist groß genug, um seine Interessen in der Welt alleine durchsetzen zu können. Deshalb brauchen wir mehr und nicht weniger Europa – gerade jetzt.“

Regierungsbildung in Italien

Bei der Pressekonferenz und dem Gespräch war auch die Regierungsbildung in Italien Thema. Dazu äußerte der deutsche Außenminister: „Keine Regierung, wie auch immer sie zusammengesetzt sein wird, wird die tiefe Freundschaft und Partnerschaft zwischen Deutschland und Italien nachhaltig beschädigen können.“ Man fühle sich verpflichtet, so Maas, sich mit denjenigen, die die italienischen Wählerinnen und Wähler ins Amt wählen, auch auseinanderzusetzen.

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