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Antrittsbesuch des griechischen Europaministers Xydakis Griechenland

14.01.2016 - Artikel

Europa-Staatsminister Michael Roth begrüßte gestern seinen griechischen Amtskollegen Nikos Xydakis zu dessen Antrittsbesuch in Berlin. Zentrale Gesprächsthemen waren die Flüchtlingskrise und der Wiedervereinigungsprozess in Zypern.

Ganz im Zeichen des lebendigen deutsch-griechischen Austauschs besuchen gleich drei hochrangige griechische Politiker innerhalb von sechs Tagen Berlin. Bevor Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos und Außenminister Nikos Kotzias in der deutschen Hauptstadt eintreffen, besuchte der griechische Europaminister Nikos Xydakis gestern (13.01.) seinen deutschen Amtskollegen.

Europa-Staatsminister Roth und sein griechischer Amtskollege Xydakis.
Europa-Staatsminister Roth und sein griechischer Amtskollege Xydakis.© AA

Xydakis drückte bei seinem Antrittsbesuch sein tiefes Mitgefühl hinsichtlich der Opfer des Anschlags in Istanbul aus. Die beiden Minister verurteilten den feigen und menschenverachtenden Anschlag in der türkischen Metropole scharf.

Flüchtlingskrise: Solidarität aller EU-Staaten nötig

Im Gespräch tauschten sich Roth und Xydakis besonders intensiv über die aktuelle Situation in der Flüchtlingskrise aus. Nach wie vor sei der Zustrom von Flüchtlingen, die nach Europa wollten, ungebrochen. Dabei sei Griechenland als eines der Hauptankunftsländer besonderen Belastungen ausgesetzt, betonte der deutsche Staatsminister.

Umso dringlicher sei es, zu deutlichen Fortschritten bei der Registrierung und der Unterkunft der Flüchtlinge zu kommen. "Deutschland steht auch weiterhin bereit, seine griechischen Partner tatkräftig zu unterstützen. Der angemessene und anständige Umgang mit dieser gewaltigen Aufgabe ist keine griechische und keine deutsche Verpflichtung, sondern eine europäische", so Europa-Staatsminister Roth, der die Solidarität aller EU-Mitgliedsstaaten einforderte. Die beiden Minister hoben ebenfalls die Bedeutung des Außengrenzschutzes hervor, wiesen zugleich aber auch auf die Grenzen der Außensicherung hin. Roth betonte:

Die Lösung kann nicht sein, sich einfach abzuschotten und die Grenzen dicht zu machen. Damit lösen wir die Flüchtlingskrise nicht. Wir müssen dafür Sorge tragen, auch weiterhin Menschenleben zu retten und vor allem die Bedingungen in den Herkunftsländern verbessern helfen.

Wiedervereinigungsprozess in Zypern vielversprechend

Optimistisch blickten Xydakis und Roth auf den vielversprechenden Wiedervereinigungsprozess in Zypern. "Wir Deutschen haben ein starkes emotionales Verhältnis dazu, weil wir selber erfahren haben, was Teilung und Wiedervereinigung bedeuten. Wenn es 2016 gelingt, das geteilte Land wieder zusammenzuführen, wäre das ein wichtiger europäischer Erfolg", hofft Staatsminister Roth.

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