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Europa-Staatsminister Roth in deutsch-griechischem Dialog Griechenland

09.12.2015 - Artikel

Bereits zum zehnten Mal während seiner Amtszeit reiste Staatsminister Roth Anfang Dezember nach Griechenland. Zentrales Thema der Gespräche war die Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise.

Griechenland und Deutschland arbeiten nicht nur in der Flüchtlingskrise eng zusammen. Bereits zum zehnten Mal seit seinem Amtsantritt besuchte der Staatsminister für Europa, Michael Roth, Griechenland. Dabei führte er unter anderem Gespräche mit seinem Amtskollegen, dem Minister beim Ministerpräsidenten, der stellvertretenden Erziehungsministerin, diskutierte mit Vertretern der Zivilgesellschaft und mit Journalisten aus ganz Griechenland. Darüber hinaus traf er das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche.

Europa-Staatsminister Roth und sein griechischer Amtskollege Nikos Xydakis.
Europa-Staatsminister Roth und sein griechischer Amtskollege Nikos Xydakis.© AA

"Enge Partner in der Flüchtlingsfrage"

Die Bewältigung der Flüchtlingsströme war beherrschendes Thema zahlreicher Gespräche. Mit seinem Amtskollegen, dem griechischen Vize-Außenminister Nikos Xydakis, betonte Roth die intensive Zusammenarbeit beider Länder. "Griechenland und Deutschland sind enge Partner in der Flüchtlingsfrage. Wir unterstützen die griechische Regierung mit Personal und Hilfsgütern bei den schwierigen Aufgaben, des Außengrenzschutzes, der Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen. Und wir sind uns einig, dass diese Aufgabe einer gesamteuropäischen Antwort bedarf, die von allen EU-Mitgliedern solidarisch gegeben werden muss." Migrationsminister Giannis Mouzalas berichtete Roth über die aktuelle, dramatische Lage an den Außengrenzen Griechenlands.

Weitere Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit

Europa-Staatsminister Roth warb bei seinem Besuch auch für eine weitere Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit. Mit Nikos Pappas, dem Minister bei Ministerpräsident Tsipras diskutierte Roth die Felder stärkerer Kooperation und vereinbarte einen engen Austausch. Im Erziehungsministerium konnte sich Staatsminister Roth mit der stellvertretenden Bildungsministerin Sia Anagnostopoulou über ein besonders zentrales Projekt austauschen. "Die Gründung eines gemeinsamen Deutsch-Griechischen Jugendwerks liegt mir ganz besonders am Herzen. Junge Menschen, die neugierig sind und voneinander lernen wollen, sind die besten Botschafter unserer Länder. Ich bin zuversichtlich, dass wir endlich 2016 den Startschuss geben können, nachdem der Deutsche Bundestag bereits Mittel dafür zur Verfügung gestellt hat und beide Länder die Einrichtung dieses Jugendwerks bekräftigt haben."

Diskussion mit Vertretern der Zivilgesellschaft

Vertreter der Zivilgesellschaft diskutieren gemeinsam mit Staatsminister Roth.
Vertreter der Zivilgesellschaft diskutieren gemeinsam mit Staatsminister Roth.© AA

Gemeinsam mit dem Think Tank "Progressives Zentrum" lud das Auswärtige Amt zum ersten European Town Hall Meeting ein, bei dem über 80 Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft mit Staatsminister Roth darüber diskutieren konnten, wie sie sich ein gemeinsames Europa vorstellen. Das gemeinsam mit der Europäischen Akademie Berlin veranstaltete Seminar bot zahlreichen Journalisten aus allen Regionen Griechenlands die Möglichkeit, über Deutschlands und Griechenlands Rolle in Europa ins Gespräch zu kommen.

Lesen Sie hier die Rede von Europa-Staatsminister Roth beim Journalistenseminar in Athen

Mit Hieronymos II., dem Erzbischof von Athen und Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, traf Roth abschließend einen engagierten Unterstützer beim humanitären Einsatz für Flüchtlinge. Der Erzbischof beklagte die vielen Tausende ertrunkener Flüchtlinge und mahnte zu mehr Anstrengungen bei der Rettung und Versorgung von Flüchtlingen.

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