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Europa braucht Vertrauen: Staatsminister Roth in Athen Griechenland

31.03.2015 - Artikel

Europa-Staatsminister Michael Roth reiste zu politischen Gesprächen in die griechische Hauptstadt. Dort traf er Vertreter der griechischen Regierung, des Parlaments und der Zivilgesellschaft.

Europa-Staatsminister Michael Roth ist am Montag (30.3.) zu politischen Gesprächen in die griechische Hauptstadt gereist. Dort traf er Vertreter der griechischen Regierung, des Parlaments und der Zivilgesellschaft.

Staatsminister Roth im Gespräch mit seinem griechischen Amtskollegen Nikolaos Chountis
Staatsminister Roth im Gespräch mit seinem griechischen Amtskollegen Chountis© AA

Der Besuch von Michael Roth in Athen setzt den engen Austausch zwischen den Regierungen in Berlin und Athen fort, der vergangene Woche mit den Besuchen von Ministerpräsident Tsipras und Außenminister Kotzias in Berlin einen ersten sichtbaren Höhepunkt gefunden hatte. Mit seinem mittlerweile achten Besuch seit Beginn seiner Amtszeit möchte der Europa-Staatsminister den Faden dieser Beratungen aufgreifen und besprechen, wie die bilateralen Beziehungen konkret weiter entwickelt werden können.

Enger und intensiver Kontakt

Staatsminister Roth kam dazu mit seinem griechischen Amtskollegen, dem stellvertretenden Außenminister Nikolaos Chountis, zusammen: Bereits am 13. Februar hatte Staatsminister Roth als erstes deutsches Kabinettmitglied nach dem Regierungswechsel seinen neuen Amtskollegen in Athen getroffen. Dieser Kontakt wird nun weitergeführt und intensiviert, denn so erklärte Staatsminister Roth: „Die wichtigste Währung in Europa ist nicht der Euro, die wichtigste Währung ist Vertrauen.“

Deutsch-griechische Beziehungen konkret entwickeln

Treffen mit Nikos Pappas, Minister im Amt des Ministerpräsidenten
Treffen mit Nikos Pappas© AA

Mit Nikos Pappas, Minister im Amt des Ministerpräsidenten, sowie mit Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis traf Roth mit weiteren Regierungsvertretern zusammen. Man verabredete einen gemeinsamen Fahrplan für die Fortentwicklung der deutsch-griechischen Beziehungen. So sollen in einem ersten Schritt alle derzeitigen Projekte auf den Prüfstand gestellt werden um dann in einem zweiten Schritt zu entscheiden, was weitergeführt werden solle und an welcher Stelle es neuer Ideen bedürfe. Im Anschluss an seine Gespräche machte Staatsminister Roth zu den Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit noch einmal deutlich: „Es geht nicht um deutsche Projekte in Griechenland, sondern um deutsch-griechische Projekte in Griechenland, die wir gemeinsam angehen können.“ Zudem führte Roth auch Gespräche mit Stavros Theodorakis, dem Parteivorsitzenden und Gründer der Oppositionspartei „To Potami“.

Konkrete Hilfe für Bedürftige

Staatsminister Roth zu Gast bei Bouroume
„Bouroume“ versorgt bedürftige Menschen und soziale Einrichtungen mit Nahrungsmitteln© AA

Einen besonders tiefen Eindruck hinterließ bei der deutschen Delegation der Besuch von „Boroume“ (zu Deutsch: „Wir können“), einem 2011 gegründeten Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat überschüssige Nahrungsmittel an bedürftige Menschen und an soziale Einrichtungen zu verteilen. „Griechenland ist erst dann über dem Berg, wenn die Arbeit von Boroume nicht mehr gebraucht wird, aber bis dahin können wir froh sein über das enorm große Maß des Engagements und der Solidarität der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer“, sagte Staatsminister Roth nach dem Besuch.

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