Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Deutschland und Griechenland: Tonlage verbessert Griechenland

24.03.2015 - Artikel

Außenminister Steinmeier sprach am Dienstag mit Ministerpräsident Tsipras. Bereits am Sonntag war er mit seinem griechischen Amtskollegen Kotzias zusammengetroffen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Dienstag (24.03.) mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras zusammengetroffen. Bereits am Sonntag hatte Steinmeier seinen griechischen Amtskollegen Nikos Kotzias im Auswärtigen Amt in Berlin empfangen.Steinmeier regte die Gründung einer deutsch-griechischen Zukunftsgruppe an.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit Außenminister Steinmeier
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit Außenminister Steinmeier

„Ich freue mich darüber, dass sich die Tonlage in den deutsch-griechischen Gesprächen in den letzten Tagen deutlich verändert und deutlich verbessert hat.“ Das sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Dienstagmorgen (24.03.) in Berlin nach einem Gespräch mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Dies sei zwar noch kein Durchbruch, aber eine wichtige Voraussetzung für eine Lösung der anstehenden Fragen.

Man sei sich einig gewesen, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland verbessert werden müssten, so Steinmeier weiter. Dafür sei eine gemeinsame Zukunftsgruppe der richtige Weg. Tsipras war zuvor am Montag von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit militärischen Ehren empfangen worden.

Bestandsaufnahme der deutsch-griechischen Beziehungen

Steinmeier trifft Kotzias in Berlin
Steinmeier trifft Kotzias in Berlin© photothek / Gottschalk

Bereits am Sonntag war Steinmeier im kleinen Kreis zu einem Abendessen mit dem griechischen Außenminister Kotzias zusammengekommen. Es ging bei dem Gespräch im Auswärtigen Amt um den Stand der deutsch-griechischen Beziehungen.

Steinmeier und Kotzias betonten bei ihrem Treffen die Bedeutung guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Delegationsmitglieder sprachen im Anschluss davon, dass die Gespräche in „angenehmer und fruchtbarer“ Atmosphäre verlaufen seien.

Großes Potential für Zusammenarbeit

Der deutsche Außenminister betonte nach der Begegnung: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die zweifelsohne großen und schwierigen Fragen, die wir gemeinsam in Europa lösen müssen, das starke Fundament der deutsch-griechischen Beziehungen aushöhlen.“ Es müsse daran gearbeitet werden, das große Potential der Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Griechen nicht brachliegen zu lassen und das gegenseitige Verständnis zu stärken. Kotzias rief in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ dazu auf, nach „einen gemeinsamen Nenner“ zu suchen.

Ministerpräsident Tsipras zu Antrittsbesuch in Berlin

Staatsminister Roth im Gespräch mit den Außenministern Steinmeier und Kotzias (v.l.n.r)
Staatsminister Roth im Gespräch mit den Außenministern Steinmeier und Kotzias (v.l.n.r)

Hierzu haben die beiden Außenminister bei ihrem Gespräch verabredet, gemeinsam eine Bestandsaufnahme der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland vorzunehmen und deren Fortentwicklung für die Zukunft zu besprechen. Dies wird auch ein Thema des Gesprächs von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem griechischen Amtskollegen Tspiras sein. Merkel wird Tsipras am späten Montagnachmittag mit militärischen Ehren zu dessen Antrittsbesuch in Berlin empfangen.

Das Gespräch der beiden Außenminister fand auf Einladung von Außenminister Steinmeier statt. Es war bereits der zweite Berlin-Besuch des griechischen Außenministers seit seinem Amtsantritt Ende Januar.

Kotzias gilt als ausgewiesener Deutschlandkenner: Er hat in Gießen studiert und war als Wissenschaftler für die Universität Marburg tätig. Seine Ehefrau stammt aus Trier. Auch seine Tochter wurde in Deutschland geboren.

Zum Weiterlesen:

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben