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kAAfeneio: Deutsch-griechischer Austausch der Zivilgesellschaften Griechenland

15.12.2014 - Artikel

Am 15.12. trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaften Deutschlands und Griechenlands zu einem informellen Austausch im Auswärtigen Amt.

Die Teilnehmer des kAAfeneio im Auswärtigen Amt
Die Teilnehmer des "kAAfeneio" im Auswärtigen Amt© AA

Am 15.12. trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaften Deutschlands und Griechenlands zu einem informellen Austausch im Auswärtigen Amt: Unter dem Motto "kAAfeneio" sprachen sie in einem sogenannten "Kaffeegespräch" über Pläne für zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der Jugendarbeit und Erinnerungskultur.

Anwesend waren etwa 100 deutsche und griechische Künstler und Kulturschaffende, Historiker, Pädagogen und Jugendgruppenleiter sowie Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Gemeinden in Griechenland. Viele der griechischen Gäste stammten zudem aus jüdischen Gemeinden und Ortschaften, die in der Zeit des Nationalsozialismus und der deutschen Besetzung Griechenlands besonders gelitten haben. Im "kAAfeneio" tauschten sie sich über den Umgang mit Geschichte in Deutschland und Griechenland aus und schmiedeten Pläne, wie man die Erinnerungen an die gemeinsame Geschichte in zukünftigen Generationen beider Länder wach halten kann.

Die gemeinsame Geschichte wach halten

Europa-Staatsminister Michael Roth erklärte in seiner Rede vor den Teilnehmern, die deutsch-griechischen Beziehungen seien ihm ein Herzensanliegen: Seit seinem Amtsantritt vor einem knappen Jahr habe er Griechenland bereits sechs mal besucht - unter anderem habe er Bundespräsident Joachim Gauck nach Ligiades begleitet, wo dieser um Verzeihung für die Verbrechen der Nazis gebeten habe. Diese Entschuldigung sei verbunden gewesen "mit dem Angebot der Zusammenarbeit, der Versöhnung und der gemeinsamen Aufarbeitung unserer wechselhaften Geschichte", so Roth.

Zukunft braucht Erinnerung

Staatsminister Roth bei seiner Rede
Staatsminister Roth bei seiner Rede© AA

Seitdem habe das Auswärtige Amt viel unternommen, um diesen Worten Taten folgen zu lassen: Man habe den deutsch-griechischen Zukunftsfonds ins Leben gerufen, um eine gemeinsame Kultur des Erinnerns zu entwickeln, und den Grundstein für ein deutsch-griechisches Jugendwerk gelegt. Solche Jugendwerke gebe es bislang nur mit den Nachbarländern Frankreich und Polen - daran werde deutlich, welch große Bedeutung Deutschland dem Partner Griechenland zumesse. Ob diese Projekte Erfolg hätten, hänge maßgeblich von der Unterstützung und kritischen Begleitung durch die Zivilgesellschaften beider Länder ab, so der Staatsminister:

Es geht um unsere gemeinsame Zukunft in Europa. Und Zukunft braucht eben auch Erinnerung. Es geht darum, dass deutsche und griechische Jugendliche mehr erfahren über das Leid, das von den deutschen Nationalsozialisten ausging. Wir müssen verhindern, dass solches Gedankengut in Europa wieder an Boden gewinnt. Denn Antisemitismus, Fremdenhass und Homophobie sind mitnichten Probleme von gestern, sie machen sich auch heute noch in unseren Gesellschaften breit.

Die vollständige Rede von Europa-Staatsminister Roth lesen Sie hier.

Weitere Informationen

Rede von Europa-Staatsminister Roth beim deutsch-griechischen "kAAfeneio" (15.12.14)

Deutsch-griechischer Zukunftsfonds

Die deutsch-griechische Partnerschaft

Bilaterale Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland

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