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Jüdisches Leben in Thessaloniki stärken Griechenland

27.01.2014 - Artikel

Staatsminister Michael Roth ist auf Einladung der jüdischen Gemeinde Thessaloniki am 25. und 26. Januar nach Griechenland gereist. Dort nahm er an einer Veranstaltung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust teil.

Staatsminister Roth am Holocaust-Mahnmal der Juden Thessalonikis
Staatsminister Roth am Holocaust-Mahnmal der Juden Thessalonikis© P. Papakiriakou

Auf Einladung der jüdischen Gemeinde Thessaloniki reiste der Staatsminister für Europa, Michael Roth, am 25. und 26. Januar zu einem zweitägigen Besuch nach Griechenland. Als Hauptredner sprach Roth bei einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Zuvor konnte Roth Gespräche mit Vertretern der jüdischen Gemeinde führen und sich über deren Aktivitäten zur Bewahrung des Gedenkens an den Holocaust und zum Erhalt des jüdischen Lebens in Thessaloniki informieren. Während der deutschen Besatzung Griechenlands (1941-1944) waren fast alle der damals rund 50.000 in Thessaloniki lebenden Juden in Vernichtungslager deportiert worden. Heute umfasst die jüdische Gemeinde noch rund 1.200 Mitglieder.

Staatsminister Roth betonte in seiner Rede, das jüdische Leben sei 1943 in Thessaloniki nahezu vollständig ausgelöscht worden. Dieser Verlust schmerze bis heute. Die Bundesregierung werde die Gemeinde bei ihren Bemühungen unterstützen, jüdisches Leben in Thessaloniki wieder zu stärken.

Die vollständige Rede von Staatsminister Roth zum Holocaust-Gedenktag in Thessaloniki vom 26. Januar 2014 finden Sie hier

Unterstützung für Griechenland

Staatsminister Roth zu Gast bei der Jüdischen Gemeinde Thessaloniki
Staatsminister Roth zu Gast bei der Jüdischen Gemeinde Thessaloniki© P. Papakiriakou

Darüber hinaus traf Staatsminister Roth in Thessaloniki Bürgermeister Yiannis Boutaris und Auszubildende eines aus EU-Mitteln mitfinanzierten Projektes, das die berufliche Qualifikation junger Menschen fördert. Bei beiden Gesprächen standen die Lage der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen und mögliche Perspektiven für Jugendliche in Griechenland im Mittelpunkt.

Bereits bei seinem Antrittsbesuch in Athen im Dezember hatte Roth die Haltung der Bundesregierung bekräftigt, Griechenland bei der Bekämpfung der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit zur Seite zu stehen. In Thessaloniki erklärte er hierzu:

Deutschland wird Griechenland weiterhin solidarisch auf seinem schwierigen Weg unterstützen. Gemeinsam müssen wir Europäer vor allem daran arbeiten, der Jugend wieder eine Perspektive zu geben. Projekte, mit denen junge Menschen an technische und kaufmännische Berufe herangeführt werden, zeigen, wie das gelingen kann.

Dass solche Initiativen hier in Thessaloniki von der Europäischen Union gefördert werden, ist ein wichtiger Schritt. Europa muss wieder als Teil einer Lösung erfahrbar werden, nicht als Teil des Problems.

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