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Deutsch-Griechischer Zukunftsfonds: Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Erinnerungskultur Griechenland

11.12.2015 - Artikel

Griechenland gehört zu den Ländern, die besonders stark unter der deutschen Besatzung gelitten haben. Bei seinem Griechenlandbesuch im März 2014 hat sich Bundespräsident Joachim Gauck in seinen Reden in Athen, Lingiades und Ioannina klar zu der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands bekannt und im Namen Deutschlands die Familien der Ermordeten um Verzeihung gebeten.

Flaggen Deutschlands, Griechenlands und der EU
Flaggen Deutschlands, Griechenlands und der EU© picture alliance / dpa

Aufarbeitung voranbringen

Die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der gemeinsamen Geschichte bleibt ein wichtiges Anliegen: Vor diesem Hintergrund hat das Auswärtige Amt den Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds eingerichtet, der die Förderung von Maßnahmen ermöglicht, die zum Aufbau einer gemeinsamen Erinnerungskultur sowie zur Versöhnung mit den Opferdörfern und jüdischen Gemeinden beitragen. Der Zukunftsfonds ist für die Jahre 2014 bis 2017 mit jährlich 1 Millionen Euro ausgestattet worden. In diesem Rahmen ist auch ein Sonderprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) angelaufen, um Forschungen zur deutsch-griechischen Geschichte verstärkt zu fördern.

Erfolgreiche Projektarbeit

Die "Halbzeitbilanz" des Zukunftsfonds fällt erfreulich aus. Die zahlreichen Anträge, die bisher eingingen, und die Vielzahl bewilligter und bereits durchgeführter Projekte belegen, dass die Einrichtung des Zukunftsfonds ein sinnvoller und notwendiger Schritt war.

Wenn wir Erinnerungswege beschreiten, dann nicht, weil wir auf die Vergangenheit fixiert wären. Auch nicht, weil wir noch in ihrem Bann stehen. Aber wir schauen auf die Vergangenheit, um ihre Botschaft für die Gegenwart und Zukunft zu vernehmen: Vergesst niemals, dass Ihr wählen könnt zwischen Böse und Gut. Schützt und schätzt den Frieden. Lasst allen Menschen ihre Würde und ihre Rechte. Und schließlich: Achtet und sucht die Wahrheit. Sie ist eine Schwester der Versöhnung.

Bundespräsident Joachim Gauck in Lingiades

Lesen Sie hier die Reden von Bundespräsident Gauck bei seinem Griechenlandbesuch im März 2014:

Gedenken am Mahnmal von Lingiades (07.03.2014)

Besuch der jüdischen Gemeinde Ioannina (07.03.2014)

Staatsbankett gegeben vom griechischen Präsidenten (06.03.2014)

Weitere Informationen

Ansprechpartner für Antragsteller aus Griechenland:

Deutsche Botschaft Athen/Deutsches Generalkonsulat Thessaloniki

Ansprechpartner für Antragsteller aus Deutschland:

Auswärtiges Amt, Referat 601 (601-R@diplo.de)

Förderung von Forschungsvorhaben und -veranstaltungen durch den DAAD

Ansprechpartner für Antragsteller aus Griechenland:

DAAD, Referat 314 (zukunftsfonds@daad.de)

Ansprechpartner für Antragsteller aus Deutschland:

DAAD-Informationszentrum Athen (daad@athen.goethe.org)

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