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Deutsch-Griechischer Zukunftsfonds: Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Erinnerungskultur Griechenland

Flaggen Deutschlands, Griechenlands und der EU

Flaggen Deutschlands, Griechenlands und der EU, © picture alliance / dpa

14.10.2019 - Artikel

Griechenland gehört zu den Ländern, die besonders stark unter der deutschen Besatzung gelitten haben. Bei seinem Griechenlandbesuch im März 2014 hat sich Bundespräsident Joachim Gauck in seinen Reden in Athen, Lingiades und Ioannina klar zu der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands bekannt und im Namen Deutschlands die Familien der Ermordeten um Verzeihung gebeten.

Aufarbeitung voranbringen

Die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der gemeinsamen Geschichte bleibt ein wichtiges Anliegen: Vor diesem Hintergrund hat das Auswärtige Amt den Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds eingerichtet, der die Förderung von Maßnahmen ermöglicht, die zum Aufbau einer gemeinsamen Erinnerungskultur sowie zur Versöhnung mit den Opferdörfern und jüdischen Gemeinden beitragen. Der Zukunftsfonds ist bis 2021 jährlich mit 1 Million Euro ausgestattet.

Bundespräsident Joachim Gauck in Lingiades (2014):

Wenn wir Erinnerungswege beschreiten, dann nicht, weil wir auf die Vergangenheit fixiert wären. Auch nicht, weil wir noch in ihrem Bann stehen. Aber wir schauen auf die Vergangenheit, um ihre Botschaft für die Gegenwart und Zukunft zu vernehmen: Vergesst niemals, dass Ihr wählen könnt zwischen Böse und Gut. Schützt und schätzt den Frieden. Lasst allen Menschen ihre Würde und ihre Rechte. Und schließlich: Achtet und sucht die Wahrheit. Sie ist eine Schwester der Versöhnung.


Weitere Informationen

Ansprechpartner für Antragsteller aus Griechenland:

Deutsche Botschaft Athen/Deutsches Generalkonsulat Thessaloniki

Ansprechpartner für Antragsteller aus Deutschland:

Auswärtiges Amt, Referat 601

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