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Außenpolitik Ghana

Artikel

Stand: Juni 2018

Gute Nachbarschaft

Ghana ist ein stabilisierender und integrierender Faktor in Westafrika und betreibt erfolgreich eine Politik guter Nachbarschaft und regionaler Integration. Ein gutes Verhältnis besteht insbesondere auch zum größten ECOWAS-Mitgliedstaat Nigeria sowie zu Côte d’Ivoire.

Seinen internationalen Partnern präsentiert sich Ghana als ein Beispiel für demokratisch stabile und nachhaltige Entwicklung in Westafrika. Die Erfolgsbilanz umfasst insbesondere den 20-jährigen Demokratisierungsprozess mit als frei und transparent anerkannten Wahlen und wiederholt gewaltlosem Übergang der Regierungsgewalt von der Regierung auf die Opposition (zuletzt im Dezember 2016/Januar 2017).

Regionale Kooperation

Ghana ist aktives Mitglied in der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) und engagiert sich in besonderem Maße in den Friedens- und Stabilisierungsprozessen der ECOWAS. Ein wichtiger Beitrag ist das Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) in Accra, an dem Soldaten, Polizisten und Zivilisten aus ECOWAS-Ländern auf die Teilnahme an internationalen Friedensmissionen vorbereitet werden. Ghana ist 2017 außerdem mit etwa 2.800 Soldaten und Polizisten der fünftgrößte afrikanische Truppensteller und zehntgrößter Truppensteller weltweit für Einsätze der Vereinten Nationen. Ghana ist außerdem Standort eines von insgesamt vier ECOWAS-Koordinierungszentren für Maritime Sicherheit im Golf von Guinea.

Beziehungen zur EU

Die EU ist bei Handel, Investitionen und Entwicklungshilfe Ghanas wichtigster Partner.

Ghana ist an der Umsetzung des "Economic Partnership Agreement" (EPA) zwischen der EU und der ECOWAS interessiert, mit dem die Mitgliedstaaten privilegierten Zugang zum europäischen Binnenmarkt erlangen und – reziprok – der westafrikanische Markt teilweise für europäische Ausfuhren geöffnet würde.  Die Mehrheit der ECOWAS-Staaten (außer Nigeria und Gambia sowie Nicht-ECOWAS-Mitglied Mauretanien) hat das Abkommen bereits unterzeichnet. Es kann aber erst nach Unterzeichnung aller Mitglieder und der Ratifizierung durch eine qualifizierte Mehrheit der Vertragspartner in Kraft treten. Um als ECOWAS-Staat mit Status als „lower-middle-income-country“ die bestehenden Marktzugangspräferenzen (zoll- und quotenfreien Marktzugang zur EU) nicht zu verlieren, hat Ghana im August 2016 ein bilaterales Interim-EPA mit der EU unterzeichnet und ratifiziert.
Es ist seit Dezember 2016 in Kraft, das erste Treffen des bilateralen Steuerungs-Ausschusses fand am 24.01.2018 in Accra statt.

Die EU leistet an Ghana Budgethilfe im dreistelligen Millionenbereich.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Ghana ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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