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Ein Jahr Vertrag von Aachen: Deutschland und Frankreich wachsen noch enger zusammen Frankreich

Außenminister Heiko Maas und der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian

Außenminister Heiko Maas und der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian, © Felix Zahn/photothek.net

22.01.2020 - Artikel

Seit der Unterzeichnung des neuen Freundschaftsvertrages treibt die Bundesregierung die Umsetzung ambitioniert voran, zum Beispiel bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit und durch mehr Kontakte von Jugendlichen.

Es war ein volles und intensives deutsch-französisches Jahr, seitdem beide Regierungen am 22.1.2019 im Krönungssaal des Aachener Rathauses den Vertrag von Aachen unterschrieben haben. „Unsere Freundschaft in den Dienst eines starken und handlungsfähigen Europas stellen“, so beschrieb Außenminister Maas damals das Ziel. Ein Jahr später, geht die Umsetzung mit großen Schritten voran, der Vertrag von Aachen tritt heute auch formell in Kraft.

Außenminister Heiko Maas sagte dazu:

Seit der Unterzeichnung des Vertrags von Aachen vor einem Jahr haben Deutschland und Frankreich gemeinsam viel erreicht: von engeren Kooperation in der Grenzregion über mehr Jugendaustausch bis hin zur gemeinsame Initiativen für eine Allianz für den Multilateralismus. Daran will ich mit Jean-Yves Le Drian weiter arbeiten.

Grenzenlose Zusammenarbeit

Heute, zum einjährigen Geburtstag des Aachener Vertrags, tritt unter der Leitung von Europa-Staatsminister Michael Roth und seiner französischen Kollegin Amelie de Montchalin zum ersten Mal der deutsch-französische Ausschuss für die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Hambacher Schloss  zusammen. Damit wird ein zentrales Vorhaben aus dem Vertrag von Aachen umgesetzt. Beide Seiten wollen die Expertise aus den Grenzregionen, aus den Ländern, sowie aus der nationalstaatlichen Ebene zusammenbringen und so leichter gemeinsame Lösungen finden. Bürokratische Hürden sollen abgebaut, Verkehrs- und Energienetze besser miteinander verbunden werden.

Mehr Austausch der Jugend, mehr offener Dialog

Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt jedes Jahr über 9.000 Programme für junge Menschen zwischen 3 und 30 Jahren. Im Zuge des Aachener Vertrages wird der Haushalt nochmal erhöht, Deutschland und Frankreich schaffen mehr Angebote für das gegenseitige Kennenlernen ihrer jungen Bürgerinnen und Bürger. Ein neuer Bürgerfonds wird vielen engagierten Deutschen und Franzosen ermöglichen, sich für die Durchführung von konkreten Projekten zu bewerben.

Auch das im Aachener Vertrag beschlossene Deutsch-Französische Zukunftswerk wird in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Das Forum wird als Plattform für den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Fachleuten zu den großen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Transformationsprozessen dienen.

Ein starkes Team für Europa und die Welt

Ein wichtiger Ankerpunkt der deutsch-französischen Zusammenarbeit war 2019 die Abstimmung der Programme der aufeinander folgenden französischen und deutschen Sicherheitsrats-Vorsitze im März und April 2019. Auch während der nun aufeinanderfolgenden Vorsitze im Juni und Juli 2020 sind erneut gemeinsame Projekte vorgesehen. Gemeinsam treten Deutschland und Frankreich auch in der Kulturdiplomatie weltweit auf: Die Regierungen treiben die Errichtung gemeinsame Kulturinstitute als Plattformen für die europäische Kulturzusammenarbeit in der ganzen Welt voran. In Bagdad wird das Goethe-Institut seinen Betrieb unter dem Dach des Institut Français aufnehmen. 2020 werden in Rio de Janeiro und in Palermo gemeinsame deutsch-französische Kulturinstitute ihre Pforten öffnen.

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