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El Salvador: Kultur- und Bildungspolitik El Salvador

29.03.2019 - Artikel

Die Regierungsverantwortung für die Kulturpolitik liegt bei dem im April 2018 neu eingerichteten Kulturministerium. Kulturministerin ist die bisherige Sekretärin für Kultur im Präsidialamt, Silvia Elena Regalado.

Für Bildung und Erziehung zeichnet Bildungsminister Carlos Mauricio Canjura Linares verantwortlich. Präsident Salvador Sánchez Cerén, ehemals Grundschullehrer, hatte das Bildungsressort von 2009 bis 2012 in seiner damaligen Funktion als Vizepräsident „ehrenamtlich“ (ad honorem) mit betreut.

Das salvadorianische Schul- und Universitätssystem bleibt im Vergleich mit anderen Ländern Lateinamerikas verbesserungsbedürftig.

Trotz gewisser Anstrengungen liegt El Salvador, insbesondere, was die Grundschul- und Mittelstufenausbildung anbelangt, im internationalen Vergleich auf einem der hinteren Plätze. Die Regierung schafft neue Anreize zum Schulbesuch durch Verteilung von Schuluniformen, Schuhen, Unterrichtsmaterial und freier Schulspeisung. Entsprechende Kosten werden im Haushalt jedoch nur unzureichend abgebildet und so meist mit mehrmonatiger Verspätung beglichen. Auch die Haushaltszuweisungen an die Schulen erfolgen regelmäßig mit Verspätung.

Das Bildungsbudget wurde aufgrund der Haushaltsengpässe gekürzt, entgegen des Versprechens des Präsidenten, den Bildungsansatz bis zum Ende seiner Amtszeit (2019) schrittweise von 3 auf 6% (UNICEF-Vorgabe) zu erhöhen. Starke Defizite gibt es durch die Unterfinanzierung im Bereich der schulischen Infrastruktur, vor allem im ländlichen Bereich, und bei der Lehrerbesoldung. Nach einer aktuellen Untersuchung sind 3.000 Schulen in den 262 Gemeinden des Landes reparaturbedürftig. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2018/19 haben alle Kandidaten verstärkte Investitionen im Bildungsbereich versprochen.

Die Alphabetisierung hat in El Salvador größere Fortschritte gemacht: 88 Prozent der Bevölkerung kann heute lesen und schreiben; vor 25 Jahren, zu Ende des Bürgerkriegs, waren es erst 74 Prozent. 2018 hatte die Regierung das „Jahr der Alphabetisierung“ ausgerufen und verschiedene Programme, insbesondere im ländlichen Bereich aufgelegt. 

Englisch dominiert als erste Fremdsprache.

Einige Privatuniversitäten haben in wenigen Fachbereichen ein international wettbewerbsfähiges Niveau erreicht. Jährlich werden im Rahmen des DAAD-Stipendienprogramms circa zwei hoch qualifizierte Doktoranden zu Forschungszwecken an deutsche Universitäten vermittelt.

Neben der Deutschen Schule San Salvador bieten die französische, britische und US-amerikanische Schule, aber auch einige private salvadorianische Schulen, ein anerkannt hohes Niveau im Privatschulbereich.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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