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Wirtschaft Ecuador

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Stand: März 2018

Überblick

Mit einem nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 5.966 US-Dollar liegt das OPEC-Land Ecuador mit seinen 16,8 Millionen Einwohnern im globalen Mittelfeld. Die nationale Währung ist seit dem Jahr 2000 der US-Dollar. Er hat zur Kosten- und Preisstabilität beigetragen. Die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr bei -0,2%.

Das BIP lag 2017 bei geschätzt 100,4 Mrd.  US-Dollar, ein Plus von 1,5% gegenüber 2016.. 
Ecuadors Wirtschaft hat grundsätzlich eine marktwirtschaftliche Struktur. Die aktuelle Verfassung von 2008 gewährt dem Staat eine führende Rolle bei Wirtschaftsthemen, wovon die Regierung von Staatspräsident Correa durch mehrere Reformmaßnahmen Gebrauch gemacht hat, was sich nicht uneingeschränkt positiv auf das Wirtschafts- und Investitionsklima ausgewirkt hat. 

Die neue Regierung Moreno verfolgt einen wirtschaftspolitischen Kurs, der auf ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen Regierung und Privatsektor angelegt ist. Vorrangige Ziele sind die Anziehung von mehr Investitionen, den Ausbau des Tourismus, die Schaffung von mehr qualifizierten Arbeitsplätzen und die weitere Verringerung der Armut.

Wirtschaftsstruktur

Die ecuadorianische Wirtschaft ist stark durch die Produktion von Primärgütern geprägt, der Anteil des Bergbaus (vor allem Erdöl) am BIP betrug 2016 9,9%, die Landwirtschaft 7,6% (vor allem Bananen), das Baugewerbe 9,1%, Handel, Transport und Logistik 17,0 %, Industrie 11,7% und Telekommunikation 3,2 % und Finanzdienstleistungen 3,4 %.

Ecuador zählt zu den weltweit bedeutendsten Produzenten qualitativ hochwertigen Kakaos, jedoch nicht zu den wichtigsten Massenproduzenten. Darüber hinaus ist Ecuador weltweit einer der größten Bananenproduzenten und größter Lieferant für Deutschland. Circa 25% aller Arbeitnehmer sind im Landwirtschaftssektor beschäftigt.

Außenwirtschaft

2017 verzeichnete Ecuador einen  Handelsbilanzüberschuss von 89 Mio. USD, bei Importen von 19 Mrd. USD und Exporten von 19,1 Mrd. USD. Das Handelsbilanzdefizit im Nichterdölsektor in Höhe von 3,6 Mrd. USD wird durch den Handelsbilanzüberschuss im Erdölsektor von 3,7 Mrd. USD leicht überkompensiert. Wichtigstes Exportprodukt waren Erdölprodukte mit 6,9 Mrd. USD vor  Bananen, Garnelen und Fischkonserven.

Die wichtigsten Abnehmer für ecuadorianische Exporte waren 2016 die USA (32,36%) vor der EU (16,9%), Asien (16,9%) und der Andengemeinschaft (Peru, Kolumbien, Bolivien) mit 10,57%. Die Höhe ausländischer Direktinvestitionen in Ecuador ist mit 744 Mio. US-Dollar (2016) im regionalen Vergleich gering. Gründe für die Zurückhaltung ausländischer Investoren waren bisher vor allem mangelnde Rechtssicherheit, umfangreiche staatliche Reglementierungen, eine ineffiziente Verwaltung, eine Devisenausfuhrsteuer von 5% und fehlendes Vertrauen in eine verlässliche Wirtschaftspolitik. Hinzu kommt, dass es sich bei Ecuador um einen kleinen Markt handelt.

Das deutsch-ecuadorianische  Investitionsschutzabkommen wurde im Mai 2017 wegen Unvereinbarkeit einzelner Passagen mit der ecuadorianischen Verfassung von 2008 gekündigt. Im März 2018 übermittelte die ECU Regierung einen Entwurf für ein neues Abkommen.

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Ecuador ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) sowie der Andengemeinschaft (CAN) und der "Bolivarianischen Allianz für die Völker unseres Amerikas" (ALBA). Des Weiteren ist es assoziiertes Mitglied im Gemeinschaftlichen Markt des Südens (Mercosur). Zudem ist Ecuador seit Dezember 2007 wieder Mitglied in der OPEC.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


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